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Wolfgang Rohrmann gilt als intimer Kenner des Reviers / Eindrucksvolle Fotos kapitaler Hirsche und anderer Wildtiere

Mit schussbereiter Kamera auf der Pirsch im Osterwald

Osterwald (haf). Was ist los im Osterwald? Diese Frage will Wolfgang Rohrmann, der wohl intimste Kenner des Reviers, gemeinsam mit seinem Sohn Jan beantworten und öffnet dazu seine Schatzkiste. Sie enthält mehr als 250 Fotos, die die beiden im Laufe der letzten sieben Jahre geschossen haben. Darunter befinden sich eindrucksvolle Ablichtungen der kapitalen Hirsche, die im Osterwald und den umliegenden Revieren beheimatet sind. Man sagt, die Rohrmänner kennen jeden dieser Hirsche mit Vornamen. Das möchte Rohrmann so nicht bestätigen, wohl aber die Tatsache, dass die Jägerschaft jeden der stattlichen Geweihträger mit einem Namen ausstattet, damit man sie wiedererkennen und benennen kann. Sie heißen beispielsweise „der Gewaltige“, „der Tujahirsch“ oder „der Kronprinz“. Als Vorstandsmitglied des Hochwildrings kennt Rohrmann sie fast alle. Er hat sie nicht nur fotografiert, sondern verfolgt auch ihre Spuren bei den jährlichen Zackelschauen, die er selbst leitet. Da werden die Abwurfstangen der Hirsche aus den letzten Jahren zusammengetragen, zugeordnet und präsentiert. Aus den Veränderungen bei den Stangen ergeben sich die „Hirschlegenden“, die Rohrmanns dokumentieren. Oft gleicht ihre Arbeit einem Puzzle. Man erlebt förmlich mit, wie sich die mächtigen Tiere in der Verschwiegenheit des Osterwaldes über die Jahre hinweg entwickelt haben.

veröffentlicht am 21.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 14:21 Uhr

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Ihre Geweihe weisen unverwechselbare Merkmale auf, die sich die Jäger sehr gut merken müssen. Denn irgendwann, so etwa im Alter von zwölf Jahren, ist ein Hirsch so weit gereift, dass er zum Abschuss freigegeben wird.

Die Waidmänner sind auch vielen anderen Tierarten begegnet – darunter die äußerst heimliche Wildkatze, die im Osterwald vorkommt. Rohrmann und Sohn haben sie aus zehn Metern Entfernung gestochen scharf fotografiert.

Rohrmann sen., seit 2010 Hegeringleiter in der Jägerschaft Salzhemmendorf, ist im Forsthaus Salzburg aufgewachsen und sozusagen von Geburt an mit der Natur und der Jagd verbunden. Er arbeitet als Kriminalbeamter und ist als solcher Wilderei-Sachbearbeiter für die Region Hannover. Einen Vortrag hält er am Sonntag, 25. März, um 15 Uhr im Deutschen Haus. Der Verein für Dorfentwicklung und Fremdenverkehr als Veranstalter bittet um Voranmeldung bis morgen, 22. März, unter Tel. 05153/1471 oder 05153/2110.



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