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Krankenhaus Lindenbrunn investiert 80 000 Euro: Neuanschaffung ermöglicht noch ausgefeiltere Diagnostik

Mit High-Tech die Schluckstörung im Visier

Coppenbrügge. Rund 80 000 Euro hat das Krankenhaus Lindenbrunn investiert, um Patienten mit Schluckstörungen weiterhin eine Diagnostik auf modernstem Niveau anbieten zu können. Mit dem neuen C-Bogen könne die Darstellung des dynamischen Schluckaktes unter Durchleuchtung nun in wesentlich verbesserter, digitaler Bildqualität ermöglicht werden. Zudem profitiere der Patient von einer deutlich geringeren Belastung durch Röntgenstrahlung.

veröffentlicht am 20.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 08:41 Uhr

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Von Schluckstörungen (im Fachjargon auch Dysphagie genannt) sind insbesondere Menschen mit neurologischen Erkrankungen, beispielsweise einem Schlaganfall, betroffen. Äußerlich ist ihnen die Beeinträchtigung nicht anzusehen – tatsächlich können Ausfälle im Nervensystem jedoch häufig auch zu Lähmungen zahlreicher Muskeln rund um den Kehlkopf führen. Der komplexe Schluckvorgang wird dadurch empfindlich gestört, nicht selten rutschen Nahrungsbestandteile in die Luftröhre. Schlimmstenfalls drohen dem Patienten dann Lungenentzündungen, was wiederum die Fortsetzung dringender rehabilitativer Therapien erst einmal verzögere.

Dieses Dilemma sei gerade bei der Behandlung von Schlaganfallpatienten lange Zeit keine Seltenheit gewesen. Therapiert wurden lediglich sichtbar vordergründige Symptome, etwa die Halbseitenlähmung, wie Dr. Matthias Ullmann, Chefarzt der Neurologie, bedauert: „Scheinbare Kleinigkeiten wie die Schluckstörung hat man kaum fokussiert, weil dieses Defizit nicht so ins Auge springt – obwohl potenziell lebensbedrohlich.“

Das Krankenhaus Lindenbrunn war im norddeutschen Raum eines der ersten, das diese Auffassung änderte und vor rund 15 Jahren Schluckuntersuchungen im Rahmen der Rehabilitation einführte. Damit gehört das Haus zusammen mit seinem angeschlossenen Aphasiezentrum in Deutschland bis heute zu den Vorreitern in der Dysphagiediagnostik und -therapie. Derzeit werden jährlich etwa 500 Untersuchungen im stationären Bereich durchgeführt.

Dank der Konstruktion des neuen Untersuchungsgerätes muss keiner der oft schwerkranken Patienten aufwendig aus dem Rollstuhl mobilisiert werden. Komfortabel ist das auch fürs Personal – die Untersuchungszeiten verkürzen sich dadurch erheblich, was letzten Endes zu einer besseren Wirtschaftlichkeit führt, erläutert Ullmann die Vorteile.

Neue Maßstäbe setzt das Hochleistungsgerät ebenfalls im Aphasiezentrum des Krankenhauses. Dort werden Patienten mit Schluck- und/oder Sprachstörungen (Aphasie) von Logopäden auch ambulant therapiert, was ebenfalls eine ausgefeilte Diagnostik voraussetzt.



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