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Seit Donnerstag gilt der neue Fahrplan für den „Coppenbrügger“

Mit Einkaufswagen bis zum Bürgerbus

COPPENBRÜGGE / BISPERODE. Mit dem Einkaufswagen direkt bis an den Bus: In Coppenbrügge ist das dank Bürgerbus-Verein an den drei Märkten Edeka, Penny und Netto künftig möglich.

veröffentlicht am 09.08.2018 um 15:34 Uhr
aktualisiert am 09.08.2018 um 19:00 Uhr

Auf den Parkplätzen der drei Coppenbrügger Einkaufsmärkte wurden jetzt eigene Bürgerbus-Haltestellen eingerichtet. Foto:: Wal
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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. Das teilt jetzt der Vorsitzende des Vereins, Rudolf Stenzel, mit. Mit dem Ende der Sommerferien gilt ab Donnerstag, 9. August, der neue Fahrplan für den Bürgerbus Coppenbrügge. Nach vorangegangenen einvernehmlicher Absprache mit den Vertretern der Öffis sind einige Veränderungen in den neuen Fahrplan aufgenommen worden. So wurde eine Neutaktung der Ankunfts- und Abfahrtzeiten von Bürgerbus und Öffis zur besseren Anbindung an den überregionalen Busverkehr nach Hameln und Salzhemmendorf vorgenommen. Wie Rudolf Stenzel erklärt, hat es in der Vergangenheit manchmal Schwierigkeiten bei den Busanschlüssen gegeben. Das wird nun vorbei sein, hofft Coppenbrügges Bürgerbus-Vorsitzender.

Besonders stolz ist Stenzel auf die Tatsache, dass es vor allem für ältere Bürgerbus-Benutzer, die kein eigenes Auto besitzen, nach den Sommerferien ein Stück mehr Servicequalität gibt: Nach Absprache mit den Markt- und Filialleitern sind für den Coppenbrügger Bürgerbus auf den Parkplätzen der drei Coppenbrügger Einkaufsmärkte neue Bushaltestellen eingerichtet worden. Während die Öffi-Haltestellen jeweils 50 bis 100 Meter entfernt sind, können hier die gefüllten Einkaufstaschen ab gestern direkt vom Einkauswagen in den Bürgerbus gehoben werden. „Wir hoffen, dass dieses Angebot künftig nicht nur Senioren, sondern vielleicht auch Mütter, die mit Kinderwagen zum Einkaufen fahren, zu schätzen wissen.“

Wermutstropfen im Ergebnis der Verhandlungen des Coppenbrügger Bürgerbusses mit den Öffis: Bisperode und Harderode werden auch künftig nicht zusätzlich vom Bürgerbus mit bedient. Ein Bürgerbustransfer in diesem Bereich wurde vom „Nahverkehr Hameln-Pyrmont“ abgelehnt. Doch gerade hierfür hatten sich im Vorfeld neben dem Coppenbrügger Bürgerbus-Verein auch Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka sehr stark gemacht: Fahrgästen aus Bisperode und den Ortsteilen sollte es so bei optimalem Service ermöglicht werden, vormittags nach Coppenbrügge zu fahren und mittags wieder nach Hause zu kommen. Hierzu hatte man seitens Verein und Kommune sogar eine Bürgerbefragung für eine Bedarfsanalyse angestellt. In ihren Antworten hatte 95 Bisperoder für ein solches Bürgerbus-Angebot plädiert.

Zum Hintergrund: Der Abwärtstrend in der Infrastruktur von Bisperode und seinen Ortsteilen ist seit Jahren unübersehbar: Nahversorger ziehen sich zurück, Ärzte fehlen, und seit Jahresbeginn gibt es auch keine Kundenberatung mehr in der Volksbank-Filiale. Zwischen 1980 und 2000 gab es in Bisperode noch drei Gaststätten, fünf Lebensmittel- und Gemischtwarenläden, zwei Bäckereien sowie eine Schlachterei, zwei Hausärzte, einen Zahnarzt und eine eigene Apotheke und Drogerie. Daneben einen Friseur, eine Post, zwei Geldinstitute sowie zwei Bekleidungsgeschäfte und zwei Gärtnereien. Davon geblieben ist bis heute allerdings nur noch ein minimales Restangebot.

Der „Nahverkehr Hameln-Pyrmont“ hat seine Ablehnung eines zusätzlichen Bürgerbus-Angebots in Bisperode und Harderode damit begründet, das damit die bereits hier vorgehaltene und gut genutzte Öffi-Versorgung – beispielsweise durch die im Stundentakt verkehrende Buslinie 50 der Öffis – erheblich geschwächt würde. Und schließlich gilt der Grundsatz: Bürgerbusse dürfen keine Konkurrenz, sondern nur eine Ergänzung für den öffentlichen Personen-Nahverkehr sein. Und wie der Bürgerbus-Vereinsvorsitzender Stenzel jetzt resümiert, sei das wohl eben so zu akzeptieren – trotz des Aufwands von Verein und Gemeinde .



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