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Geplant: Feuerwehrstützpunkt in Oldendorf für drei Ortswehren

Millioneninvestition in Oldendorf

OLDENDORF. 2016 hatte der Gemeinderat beschlossen einen neuen Feuerwehrstützpunkt in Oldendorf zu bauen. Nun soll es konkret werden. Drei Wehren sollen in das Gebäude einziehen. Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening rechnet aufgrund der Größe mit einer Investition von mehreren Millionen Euro. Die Feuerwehr Ahrenfeld wird nicht von der Partie sein.

veröffentlicht am 26.09.2018 um 15:28 Uhr
aktualisiert am 26.09.2018 um 16:00 Uhr

In Thüste leben die Feuerwehren Wallensen, Thüste, Ockensen und Levedagsen schon seit 2009 unter einem Dach. Foto: gök
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Christian Göke Reporter
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Der Wunsch nach drei Feuerwehrstützpunktbereichen im Flecken Salzhemmendorf ist schon einige Jahre alt. Bereits 2004 hatte der Rat des Flecken Salzhemmendorf dazu einen Grundsatzbeschluss gefasst. 2009 folgte mit dem Bau des gemeinsamen Feuerwehrhauses für die Ortsfeuerwehren Wallensen, Thüste, Ockensen und Levedagsen in Thüste ein erster und zukunftsweisender Schritt, der in ganz Niedersachsen damals seinesgleichen suchte. Mittlerweile sind die Feuerwehren dort in Thüste gut zusammengewachsen.

2017 wurde der Feuerwehrbedarfsplan in Lauenstein vorgestellt, auf dessen Grundlage seitdem in einer Arbeitsgruppe intensiv beraten wurde. Auch wenn in den letzten Jahren einige Anschaffungen bei den Feuerwehrfahrzeugen umgesetzt wurden, kommen auf den Flecken die nächsten Jahre noch größere Investitionen zu, wobei derzeit mit einer Belastung von 100 000 Euro pro Haushaltsjahr in den nächsten zehn Jahren gerechnet wird. Allein im Wallenser Stützpunkt sind die nächsten Jahre Anschaffungen von einem Tanklöschfahrzeug und zwei Löschgruppenfahrzeugen an der Reihe. In der Beschaffung ist hier derzeit schon ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 3000 für das weit über 30 Jahre alte TLF 8/18. Für die Ortsfeuerwehren Levedagsen und Ahrenfeld sollen die benötigten Tragkraftspritzenfahrzeuge – kurz TSF – nicht mehr angeschafft werden. „Aufgrund der derzeitigen Größe der Ortsfeuerwehren und auch des Altersschnitts sind wir übereinkommen, dass die Ortsfeuerwehren zwar noch erhalten bleiben, Neuanschaffungen bei den Fahrzeugen hier aber nicht mehr vorgesehen sind. Wir werden versuchen, die vorhandenen Fahrzeuge noch so lange wie möglich zu erhalten, doch neue TSF stehen aufgrund der Wehrgrößen nicht mehr im Verhältnis. Wenn das Ahrenfelder Fahrzeug vor Erreichen der Altersgrenze der Kameraden ausfällt, werden die Ahrenfelder Kameraden in Oldendorf integriert“, so der stellvertretende Gemeindebrandmeister Dirk Habenicht. Dem Feuerwehrfunktionär ist aber wichtig, dass auch die kleineren Ortsfeuerwehren so lange wie möglich erhalten bleiben, da diese auch mit wenig Manpower viel Leidenschaft und Einsatz zeigen. „Nachwuchs in den beiden Ortsfeuerwehren ist nach derzeitigem Stand nicht mehr zu erwarten, aber wir wollen den Feuerwehren auch weiterhin den Dienst im Ehrenamt ermöglichen“, so Habenicht.

Aufgrund der Altersstruktur der Ahrenfelder Feuerwehrkameraden wird die Ahrenfelder Ortsfeuerwehr aber nicht mehr in den geplanten Feuerwehrstützpunkt nach Oldendorf mit einziehen. Der Gemeinderat hatte bereits 2016 beschlossen, einen Neubau in der Nachbarschaft der Oldendorfer Grundschule durchzuführen, weshalb nach ersten Planungskosten im Haushalt 2015 im Jahr 2016 dann auch schon der erste größere Teilbetrag für den Stützpunkt im Haushalt berücksichtigt wurde. Die konkrete Planung soll nun vorangetrieben werden, wobei Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening aufgrund der Größe mit einer Investition von mehreren Millionen Euro rechnet. Nachdem die Ahrenfelder Ortsfeuerwehr nun nicht mehr mit in den Stützpunkt zieht, sind trotzdem noch sieben Stellplätze notwendig, damit alle Feuerwehrfahrzeuge dort untergestellt werden können. Neben den verschiedenen Feuerwehrfahrzeugen aus Oldendorf, Osterwald und Benstorf steht in Oldendorf auch ein Einsatzfahrzeug für die Höhenrettungsgruppe, die von Oldendorf aus auch über die Grenzen des Flecken hinaus tätig ist und dafür auch jährlich Gelder in Höhe von 5000 Euro vom Landkreis für neue Einsatzmittel wie Seile oder Haken bekommt.

Genaue Kosten für den neuen Stützpunkt können erst nach Planung und Ausschreibung beziffert werden. In den vergangenen Jahren wurden dazu in den Haushalten schon 570 000 Euro angespart. Die Restmittel müssten dann im Haushalt 2019 eingeplant werden. Die dann leer stehenden alten Feuerwehrgerätehäuser sollen dann nach dem Willen der Gemeinde veräußert werden. Nach der Beratung im Feuerschutzausschuss muss der Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 27. September, den Beschlüssen noch folgen, damit die Planung in Oldendorf forciert werden kann.



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