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Aschermittwochstreffen in Lauenstein / Bissiger Auftritt: das Kabarett „Die Buschtrommel“

Messerscharfe Pointen

LAUENSTEIN. Verbale Auseinandersetzungen, Schlagabtausch der Parteien mit mehr oder weniger beleidigenden Parolen – mit diesen Inhalten machte auch diesmal der politische Aschermittwoch auf Bundesebene von sich reden. Anders beim politischen Aschermittwoch des Fleckens Salzhemmendorf im Okal-Café. Statt derber Worte waren respektvolle Gespräche und ein harmonisches Miteinander angesagt.

veröffentlicht am 15.02.2018 um 13:56 Uhr
aktualisiert am 15.02.2018 um 14:50 Uhr

Das Kabarett „Die Buschtrommel“ unterhielt die Gäste beim Aschermittwochstreffen im Okal-Café in Lauenstein mit messerscharfen Pointen. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Denn: „Jedes Aschermittwochstreffen ist eine Begegnung mit Menschen, die das Leben lebenswert machen“, betonte Clemens Pommerening. In seiner Ansprache hob der Gemeindebürgermeister die deutschlandweite wirtschaftliche Situation hervor, nämlich: seit fast zehn Jahren ununterbrochenes Wachstum, dadurch sprudelnde Steuereinnahmen, Schuldenabbau, geringere Arbeitslosigkeit, mehr Ausbildungsplätze, steigende Löhne, gute Stimmung in der Bevölkerung und niedrige Zinsen, um nur einiges zu nennen. „Deutschland geht es gut, wahrscheinlich ging es uns nie besser“, mutmaßte Pommerening. Wie aber sieht es mit der Wirtschaft in Salzhemmendorf aus? Gab es doch im vergangenen Jahr durchaus eine Reihe von unerfreulichen Meldungen wie: Insolvenz der Therme, Schließung des Standortes Rheinkalk und aufgeschobenen Investitionen bei diversen Firmen, um nur einiges zu nennen. „Jede Krise birgt aber auch neue Chancen“, meint der Gemeindebürgermeister. Bestes Beispiel sei die Therme, die seit einigen Wochen neue Eigentümer habe, die frischen Wind in das Unternehmen bringen. Erfreulich seien auch der Neubau der Volksbank und die Erweiterung der Kids Dino World, die neue Arbeitsplätze geschaffen habe.

Für die Zukunft wünscht sich Pommerening mehr Unterstützung durch das Land und den Bund, um noch besser in die Schulen, die Kindergärten, die frühkindliche Bildung und in die Inklusion investieren zu können. „Wir versuchen unser Bestes, es sind jedoch Investitionen, beispielsweise für Rampen, Fahrstühle, Akustikdecken und Beleuchtung nötig“, appellierte der Bürgermeister. Im vergangenen Jahr habe der Flecken vom Land lediglich eine Pauschale von 8536 Euro erhalten. Etwas mehr Ambitionen wären wünschenswert – auch hinsichtlich der Digitalisierung. „Als Gegenleistung für die gesonderten Hilfen für finanzschwache Kommunen versprach der Bürgermeister, der Flecken Salzhemmendorf werde im kommenden Jahr einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen.

Die rund 200 Gäste aus Politik, Verwaltung, Vereinen, Institutionen und der Wirtschaft wurden nach dem traditionellen Fischessen bestens unterhalten vom Kabarett „Die Buschtrommel“. Manchem Zuhörer mag der schwarze Humor vielleicht zu schwarz gewesen sein, verstand es das Kleinkunstduo doch schonungslos, messerscharfe politische Pointen loszulassen.

Foto: sto
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Erstmals Sportler des Jahres geehrt

Wie immer beim politischen Aschermittwoch wurden Bürger geehrt, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich engagieren. In diesem Jahr waren es nicht nur Einzelpersonen, sondern auch zwei Vereine, die seit langer Zeit als ehrenamtlicher Träger zweier Kindergärten fungieren: der Verein „Kindertagesstätte „Stoppelhopser“ Wallensen sowie der Verein Kindergarten Kansteinzwerge Salzhemmendorf.

„Durch die ehrenamtliche Trägerschaft von Spielkreis, Kindergarten und Krippe haben die Vereine und zahlreiche aktive Mitglieder schon über viele Jahre unseren Kindern zu einem guten Start ins Leben verholfen“, betonte Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening. Stellvertretend für die Vereine nahmen die Auszeichnungen die Vorsitzenden entgegen: Karl-Heinz Grießner (Kita Wallensen) sowie Nils Hecht für den Kindergarten Salzhemmendorf. Geehrt wurden außerdem Diethelm Hoffmann und Wolfgang Döbler. Beide engagieren sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich. Hoffmann unter anderem seit fast 50 Jahren in der DLRG Salzhemmendorf. 1983 habe er die DLRG-Ortsgruppe Salzhemmendorf mitgegründet und sechs Jahre später den Vorsitz übernommen. Diethelm Hoffmann habe über 500 Schwimmabzeichen abgenommen und 150 Rettungsschwimmer geschult. „Er hat vielen Menschen das sichere Schwimmen und Retten im und am Wasser beigebracht“, betonte Laudator Karsten Appold. Auch Wolfgang Döbler bringt sich in die Schwimmausbildung ein, und zwar seit Mitte der 1980er Jahre in der DLRG-Ortsgruppe Osterwald. „Außerdem ist Wolfgang Döbler seit 1998 im Vorstand des Waldbades Osterwald tätig, und er wirkt aktiv mit im Verkehrsverein Osterwald sowie in anderen Vereinen. „Auch war er mal stellvertretender Ortsbürgermeister von Osterwald“, listete Laudator Torsten Hofer das vielfältige Engagement auf.

Zum ersten Mal wurde beim politischen Aschermittwoch der „Sportler des Jahres“ aus dem Flecken Salzhemmdorf geehrt. Er heißt Kevin Schumacher und ist 20 Jahre alt. „Die Ehrung erfolgt für herausragende Leistungen im Fußball“, betonte Laudator Sven Köhne vom Gemeindesportring. Schumachers Karriere habe im Sportverein Blau-Weiß Hemmendorf-Salzhemmendorf begonnen und sei dann steil nach oben gegangen. sto

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