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Zu Hause beim FDP-Landratskandidaten Klaus-Peter Wennemann in der Hamelner Bennigsenstraße

„Mein Heim ist mein Rückzugsgebiet“

Hameln. Der Hausherr kommt aus der ersten Etage an die Haustür und öffnet. „Die Klingel funktioniert noch nicht so richtig“, begründet er. Erst im vergangenen Oktober ist Klaus-Peter Wennemann vom Ohrberg in die Hamelner Benningsen-straße gezogen. In eine stilvolle Gründerzeit-Villa, in der einst das Jugendamt residierte. „Es ist hier noch sehr viel Baustelle“, sagt der Landratskandidat der Liberalen fast entschuldigend. Das ehemalige Behördengebäude werde derzeit noch zu Eigentumswohnungen umgebaut. „Die zentrale Lage hat uns bewogen, umzuziehen. Es ist wunderbar, alles zu Fuß erreichen zu können“, sagt der FDP-Politiker, dessen Auto, ein Saab 9.3 Cabrio, seitdem oft ungenutzt auf dem Einstellplatz parkt.

veröffentlicht am 12.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 12.01.2017 um 22:05 Uhr

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Hans-Joachim-Weiß-Redakteur-Lokales-Hameln-Dewezet

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Wennemann bewohnt zusammen mit seiner Ehefrau Ina-Maria, einer Wirtschaftswissenschaftlerin, eine rund 150 Quadratmeter große Eigentumswohnung über zwei Etagen. Sein Zuhause ist in freundlichen Farben gestaltet, strahlt Gemütlichkeit und Behaglichkeit aus. Edle Teppiche auf Naturholzböden, viel Weiß und ausgeklügelte Lichttechnik. An den Wänden und in den Vitrinen, die sich überall im Haus finden, dicht an dicht Kunst aus aller Welt. Wertvolle Sammlerstücke, Gemälde von David Scheuner, Michael Adams, Bui Hui Hung; auch Picasso-Drucke. Zu seinen Lieblingswerken zählt ein Bild der Hastenbecker Malerin Marlies Fritop. „Eine in Hameln viel zu unterschätzte Künstlerin“, urteilt der Liberale.

Der selbstständige Unternehmensberater, der seine politische Laufbahn erst vor einem Jahr als Quereinsteiger bei den Liberalen begonnen hat, sieht sich als Ästhet. Und entsprechend ist sein Zuhause möbliert. Englische Möbel zwischen Designer-Stücken. Nicht zu übersehen der große Flachbildschirm im Wohnzimmer, die Stereoanlage nebst unzähligen CDs und diverse Bücher. Herzstück des Domizils aber ist die riesige Wohnküche, ebenfalls in Weiß gehalten, in der der Hausherr viel Zeit verbringt. Er nennt unzählige Kochbücher sein Eigen, und oft bindet Wennemann die Schürze um. Dann, wenn er den Kochlöffel schwingen, neue Rezepte ausprobieren kann, schaltet er ab. „Mein Heim ist mein Rückzugsgebiet. Der Bereich, in dem ich Ruhe finden, Besucher und Freunde bewirten kann.“ Oft seien bis zu 30 Personen da, die der 54-Jährige dann bekocht. „Für mich die schönsten Abende überhaupt, wenn ich mit Familie und Freunden an einem Tisch sitze, diskutieren und politisieren kann“, bekennt Wennemann. Dabei schätzt er besonders die Ehrlichkeit: „Wir müssen lernen zu akzeptieren, wenn Menschen die Wahrheit sagen.“

Zu seiner Familie zählt seine 23 Jahre alte Tochter aus erster Ehe. „Sie hat in Klein Berkel eine eigene Wohnung, kommt aber oft zu Besuch“, berichtet der Vater. Um die vielen Personen, die im Hause Wennemann ein- und ausgehen, bewirten zu können, nimmt ein massiver, ausziehbarer Holztisch in der an der Küche angrenzenden Essecke den gesamten Raum ein.

Was bedeutet Wennemann das Zuhause? „Sicherheit. Ich brauche Sicherheit“, gesteht der gebürtige Essener, der aber in der Hamelner Koppenstraße groß geworden ist. Er merkt an: „Ich bin ein romantisch-emotionaler Mensch.“ Zu seinen Lieblingsplätzen zählt der Strandkorb auf dem oberen seiner zwei Balkone direkt an der Hamel: „Hier sitze ich, wann immer es geht, genieße das Grün rundum und die Ruhe oder lese Zeitung. Ich muss, wo immer ich bin, eine Zeitung haben.“

Kommt der Landratskandidat nach Hause, zieht er sich als erstes die Schuhe aus und wechselt den berufsbedingten Anzug gegen bequeme Sachen. Das ist Ritual. Als Nächstes sieht er nach der Post. „Und dann habe ich Hunger. Auch, wenn ich spät abends nach Hause komme, gehe ich in die Küche und mach noch was zu essen“, bekennt Wennemann, zu dessen Leidenschaften auch das Fernsehen zählt. „Ich habe großen Bedarf nach internationalen Nachrichten. Schaue BBC und US-Sender. Das Bild in der Schweiz oder den USA zu deutschen Themen ist oft ein anderes als in der Bundesrepublik“, begründet der ehemalige VfL-Handballer, der es als Aktiver bis in die Niedersachsen-Auswahl gebracht hat, am Bad Pyrmonter Humboldt-Gymnasium sein Abitur ablegte und sich bei der Deutschen Bank in Hameln zum Kaufmann ausbilden ließ.

Klaus-Peter Wennemanns Heim ist ebenso vielfältig wie heimelig: „Vielfalt gehört zu meinem Leben wie ausgefallenes Essen und ausgefallene Musik. Ich liebe Vielfalt und Toleranz – das kann ich sehr genießen.“

Das Kochen am heimischen Herd zählt zu den bevorzugten Leidenschaften des FDP-Landratskandidaten Klaus-Peter Wennemann. Sein Stolz ist eine überdimensionale hölzerne Pfeffermühle.

Foto: Dana



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