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Kulturangebot steigert Lebensqualität - so stoppt der Ostkreis den Negativtrend

Mehr Zuzüge als Wegzüge in Coppenbrügge

COPPENBRÜGGE. Die Zahl der Zuzüge im Flecken Coppenbrügge ist höher als die der Wegzüge. Besonders der Ort Bisperode profitiert vom kontinuierlichen Anwachsen der Zahl an Neubürgern.

veröffentlicht am 27.11.2018 um 13:22 Uhr
aktualisiert am 27.11.2018 um 19:50 Uhr

Die Grafik zeigt: Es gibt wieder mehr Zuzüge (jeweils Stand 1. November im Vergleich).
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Licht am Ende des Tunnels für die demografische Entwicklung in Coppenbrügge? Malte der Demografiebericht der Bertelsmannstiftung noch vor wenigen Jahren ein düsteres Bild von der Bevölkerungsprognose im Flecken, sodass bereits ein Sinken unter die 7000er Marke befürchtet wurde, so gibt es jetzt einen Lichtblick: Die Geburtenrate ist stabil geblieben. Für Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka ist dieser langsame erfreuliche Umschwung das Ergebnis konsequenten Ausbaus der kommunalen Infrastruktur: Grundschulen und Kindergärten werden erhalten und weiterentwickelt, damit junge Familien nach Coppenbrügge ziehen. Im öffentlichen Personennahverkehr sei bereits viel für eine bessere Anbindung Coppenbrügges getan worden. Peschka bedauert jedoch, dass die Landesregierung gewerbliche Ansiedlungen in kleineren Ortschaften verhindere. In anderen Bundesländern hingegen würden Unternehmenseröffnungen in kleinen Gemeinden begrüßt, erklärt Peschka, der sich dafür einsetzen will, dass dies auch in Niedersachsen über die Landesraumordnung möglich wird Peschka: „Bislang ist nie eine Landesregierung, egal ob Rot, Grün oder Schwarz, an das Problem herangegangen.“

Als direkt beeinflussbaren weichen Faktor für die Attraktivitätssteigerung als Wohnort sieht der Flecken Coppenbrügge jedoch auch den Kulturbereich mit seinen Sparten Heimat- und Kulturpflege, Tourismusförderung, Volkshochschule und Bücherei. Im kommenden Haushalt werden dafür deshalb auch Aufwendungen in Höhe von insgesamt 215 900 Euro bereitgestellt – Ausgaben großteils im freiwilligen Bereich.

Größter Posten im Bereich Heimat- und Kulturpflege wird 2019 die Sanierung der Schwefelquelle in Bessingen sein. Sorgenkind in dieser Sparte ist die Burganlage mit dem Museum: Hier gehen die Besucherzahlen seit 2012 kontinuierlich zurück. Um Kosten zu sparen, soll es 2019 in den Ausstellungsräumen eine konsequente Umrüstung auf LED-Licht geben. Relativ konstant geblieben ist das Angebot „Trauung in der Burg“. So gaben sich 2016 18 Paare, 2017 13 und 2018 bislang 14 Heiratswillige das Ja-Wort.

Im Sektor „Tourismusförderung“ steht im kommenden Haushalt ein Zuschussbedarf von 44 800 Euro. Schwierigkeiten macht laut Kämmereileiterin Anja Hölscher nach wie vor die Ermittlung der tatsächlichen Gäste-Übernachtungszahlen im Flecken. Grund ist, dass lediglich in Einrichtungen ab zehn Betten gezählt wird. So fallen nur drei Gasthöfe, eine Ferienwohnung und zwei Campingplätze in die offizielle Registrierung. Und hier wurden relativ konstant seit 2014 4000 Übernachtungen pro Jahr gezählt. Privatzimmer tauchen nicht in der Statistik auf. Für Leader-Projekte im Rahmen des Tourismus erwartet der Flecken im kommenden Jahr 81 600 Euro an Zuschuss-Einnahmen.

Sorgen macht in Coppenbrügge die Resonanz von Volkshochschulangeboten im Flecken. Der zahlt dafür 5400 Euro jährlich. Bis auf die angebotenen Sportkurse seien im ablaufenden Jahr aber „alle anderen Kurse mangels Teilnehmern ausgefallen“, heißt es. Die Unterhaltung einer Coppenbrügger Gemeindebücherei in der Schule am Ith lässt man sich jährlich 6800 Euro kosten. Die Bilanz von 2017 weist hier 227 Entleiher aus.

Was in der demografischen Entwicklung des Fleckens jedoch als Wermutstropfen bleibt. Auch in Coppenbrügge werden die Menschen – wie bundesweit – immer älter; die Bevölkerungspyramide, die den Altersschnitt angibt, verschiebt sich kontinuierlich zum höheren Alter hin. Lag der deutliche Schwerpunkt des Altersdurchschnitts der Einwohner Coppenbrügges 2012 noch zwischen Anfang 40 und Ende 70, so ist derzeit die Hälfte aller Coppenbrügger älter als 51 Jahre.



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