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Großes Engagement in schwieriger Zeit – fünf Jahre Bürgerhilfe am Ith

Martin Kind: „Gelebte Solidarität“

Salzhemmendorf/Coppenbrügge. „Die Zeiten haben sich geändert. Der Boom der sechziger bis achtziger Jahre ist zu Ende. Zumindest in Salzhemmendorf ist die Industrie verschwunden und die Orte haben sich zur Problemregion verändert. Daher ist die Bürgerhilfe am Ith ein Segen. Sie rettet zwar nicht die Welt, macht sie aber für viele Menschen erträglicher!“ Mit diesen drastischen Worten beschrieb Dr. Wilhelm Koops als Vertreter des Landkreises die Bedeutung der Bürgerhilfe an diesem besonderen Tag. Denn mit einem Benefizessen feierte die Bürgerhilfe ihren fünften Geburtstag im Okal-Park-Café in Lauenstein. Angefangen hatte die Bürgerhilfe „Salzhemmendorf“ im Kernort mit einer kleinen Lebensmittelausgabe. Später zog die Bürgerhilfe nach Lauenstein an den jetzigen Standort um und eröffnete in Lauenstein und in Coppenbrügge Kleiderläden. Schließlich wurde der Verein in Bürgerhilfe am Ith umbenannt, da auch Coppenbrügger Bürger in die Betreuung mit einbezogen wurden. Coppenbrügges Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka lobte das große Engagement und den rasanten Aufstieg des Vereins. Er will dafür werben, dass der Verein in Coppenbrügge noch bekannter wird und mehr Einheimische die Bürgerhilfe unterstützen. Denn bisher sind die Salzhemmendorfer im Verein noch klar in der Überzahl. Auch beim Jubiläumsessen war das Verhältnis sicher noch zwei Drittel zu einem Drittel zugunsten von Salzhemmendorf.

veröffentlicht am 21.03.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Christian Göke
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120 zahlende Gäste waren in Lauenstein erschienen. Gerd Glenewinkel moderierte die Veranstaltung und betonte, dass ohne den Ehrengast die Nachfrage wahrscheinlich nicht so groß gewesen wäre. Denn mit Martin Kind – dem Präsidenten des Fußball-Bundesligisten Hannover 96 – wurde ein hochkarätiger Gast begrüßt. Innerhalb kürzester Zeit lag von Kind die Zusage für die Veranstaltung vor. Das begründete er vor Ort vor allem mit dem großen ehrenamtlichen Engagement, das er in seiner Rede auch entsprechend würdigte. „Ich bin hierher gekommen, weil ich von der Idee begeistert bin“, so Kind. Aus seiner Sicht ist die Bürgerhilfe mit dem Betrieb einer Essensausgabe und zwei Kleiderläden „gelebte Solidarität“. Dieses von Menschen für Menschen gezeigte Ehrenamt ist aus seiner Sicht besonders wichtig für eine Demokratie. Rund 23 Millionen Menschen in Deutschland bekleiden immerhin ein Ehrenamt und machen das Leben nach seiner Ansicht lebenswerter. Ohne Ehrenamt gehe es einfach nicht.

Natürlich kam Kind nicht ohne Statement zu seinem persönlichen Ehrenamt davon. Ausführlich nahm er Stellung zu seinem seit 1997 bestehenden Wirken bei Hannover 96 und dem sportlichen und wirtschaftlichen Aufschwung in dieser Zeit. Basis seines Wirkens sei immer die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Team gewesen – was er anhand des Beispiels Stadionumbau zur Weltmeisterschaft 2006 eindrucksvoll erklärte. Außer ihm und seinem Team habe sich anfangs wohl keiner vorstellen können, dass das Stadion eines damaligen Zweitligisten ein WM-Austragungsort werden würde. Dieser Stadionumbau sei dann später die Grundlage für eine seit zwölf Jahren anhaltende Erfolgsgeschichte in der Bundesliga gewesen.

Auch seinen Ausführungen zum aktuellen Trainerwechsel mochte kein Teilnehmer des Benefizessens etwas entgegensetzen. Ihm sei bewusst gewesen, dass er mit Tayfun Korkut ein Risiko eingehe, aber er sei von ihm als Mensch und Trainer absolut überzeugt.

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Martin Kind: „Ich bin von der Idee der Bürgerhilfe begeistert.“

Nach Kinds Ausführungen hatten die Gäste noch Gelegenheit, Fragen zu stellen. Der Frage von Dr. Wilhelm Koops, wie man als Politiker etwas bewegen und voranbringen könne, beantwortete er relativ knapp, aber eindrucksvoll: „Man braucht Visionen und Ziele, für die man sich einsetzen muss!“

Der Abend war schließlich für die Bürgerhilfe auch finanziell ein Gewinn. Denn die 120 Besucher bezahlten jeder für ihr Menü 20 Euro, wovon die Bürgerhilfe jeweils fünf Euro als Spende von der Park-Café-Betreiberin Ellen Fritsch zurückbekommen sollte.



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