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Durch die anhaltende Trockenperiode sinkt der Grundwasserspiegel – mit welchen Folgen?

Mangelware Wasser

COPPENBRÜGGE. Durch die hohen Temperaturen und den fehlenden Niederschlag mangelt es im Landkreis an Wasser: Der Wasserspiegel der Seen und Teiche sinkt und das Gras auf den Wiesen verliert sein saftiges Grün. Doch hat das extreme Wetter nun auch Auswirkungen auf die Wasserversorgung in Hameln und der Umgebung?

veröffentlicht am 31.07.2018 um 17:38 Uhr

Die UV-Filteranlage von Haus Harderode befindet sich unter der Erde. Foto: MG

Autor:

Lea Drewnitzky
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In der Gemeinde Coppenbrügge ist die städtische Wasserversorgung auch bei der derzeitigen Wetterlage unproblematisch, teilte Rainer Gräve vom Coppenbrügger Bauamt mit. Einzig in Brünnighausen und Harderode könnte es schwierig werden, da diese Orte jeweils eine eigene Wasserversorgung haben. In Brünnighausen war es zuletzt vor drei Wochen kritisch: Über Nacht waren die Wasservorräte stark gesunken, sodass das Rathaus Informationsblätter mit Maßnahmen zum Wassersparen verteilte. Mittlerweile ist aber alles wieder gut, sagte Gerald Mertens vom Bauamt. Wasser sollte allerdings trotzdem gespart werden.

Laut Gräve sollte die Situation auch bei anhaltender Hitze und Trockenheit unproblematisch bleiben, „solange der Verbrauch vernünftig bleibt“. So solle überall auf die Benutzung von Rasensprengern und ständiges Erneuern vom Wasser im Pool verzichtet werden.

Auch die Stadtwerke Hameln haben Tipps zum Wasser sparen. So solle man am besten die Spülmaschine benutzen, statt unter fließendem Wasser abzuwaschen. Im Badezimmer sollte beim Zähneputzen der Wasserhahn abgestellt werden und man sollte duschen statt zu baden.

In Haus Harderode wird das Wasser aus einer Quelle am Waldrand bezogen. Um sicherzustellen, dass die Quelle noch genug Wasser führt, fährt Gutsbesitzer Hubertus von Blum täglich zu dem Brunnen. Dort befindet sich auch ein Überlauf, von dem überschüssiges Wasser abgeführt wird. In den Rohren zwischen Brunnen und Überlauf befinden sich zirka 15 000 Liter Wasser.

Zur Zeit befinde sich, so von Blum, noch genug Wasser in dem Brunnen. Es sei nicht abschätzbar, wann die Situation kritisch werden würde: wenn es keinen starken, dauernden Regen geben würde, könne es in vier Wochen oder mehreren Monaten so weit sein. Einen solchen Niederschlag habe es seit Februar nicht mehr gegeben.

Um solche angespannten Situationen für ihn und seine 24 Mieter in Zukunft zu vermeiden, überlegt von Blum mittlerweile, einen zusätzlichen Brunnen auf dem Grundstück bohren zu lassen. Vor zehn Jahren ließ er bereits den alten Brunnen stilllegen und einen neuen erschließen. Zusätzlich dazu wurde eine UV-Anlage installiert, die Keime im Wasser abtötet. Die Kosten des Umbaus beliefen sich, so von Blum, auf ungefähr 70 000 Euro. Die Wasserqualität wird jährlich überprüft. Auch von Blum rief seine Mieter zum Wassersparen auf. So solle das Auto nicht zuhause gewaschen werden und die Gartenbewässerung nicht mit Leitungswasser erfolgen. Dafür stehe ein Tankwagen bereit.



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