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Country im „Woodstore“ mit seven bucks a week / Vorurteil über amerikanische Volksmusik abgebaut

Mal ganz andere Klänge im Wohnzimmer

Coppenbrügge (gök). „Country im Woodstore geht ja schon mal gar nicht, wir machen Rock ’n’ Roll“, war sich Karin Rasch immer sicher. Zusammen mit ihrem Mann Jörg beherbergt sie immer wieder Musiker in ihrem Wohnzimmer in Coppenbrügge. Jetzt gab es ein Novum in der Geschichte des Woodstores: Erstmals durfte eine Country-Band ihr Stelldichein im Woodstore, dem Wohnzimmer von Familie Rasch, geben. Thomas Seidel aus Dörpe hatte auf Karin und Jörg Rasch persönlich eingewirkt, und die beiden ließen sich auf das Experiment ein. Denn vorher hatten sich die beiden intensiv mit der Musik der Band beschäftigt und waren schnell von deren eigenwilligem Stil angetan.

veröffentlicht am 21.02.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

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Als „Walk this way“ – ursprünglich von Aerosmith – zum Schluss des rund dreistündigen Konzertes aus den Kehlen der Zuschauer röhrte, war der Funke längst übergesprungen. In Zeiten, in denen Country durch Bands wie „Boss Hoss“ immer populärer wird, ließen sich auch die Stammbesucher des Wood-store begeistern, die eigentlich Blues-Musiker gewohnt sind. Doch die Band zeigte, dass Country seine Wurzeln auch im Blues hat und konnten das eine oder andere Vorurteil von der „amerikanischen Volksmusik“ abbauen. Die 80 Besucher tanzten vor der Bühne oder sangen die Lieder inbrünstig mit. Denn neben eigenen Liedern wie „Lonely Fields“ covern die fünf Musiker aus dem Weserbergland auch bekannte Hits von Country-Größen wie Johnny Cash. Allerdings finden die Musiker dabei immer ihren eigenen Stil und spielen nach eigenen Aussagen daher auch alternative Country-Musik.

Im vergangenen Jahr hatten die Musiker schon bewiesen, dass ihre Musik ankommt. 128 Bands und Musiker hatten sich für den Wettbewerb Country Music Euro Masters in Teutschenthal/Sachsen-Anhalt angemeldet. In dem mehrtägigen Wettbewerb konnten die damals noch vier Musiker aus dem Weserbergland einen sehr guten vierten Platz erreichen. Seit zwei Monaten vervollständigt Thomas Seidel aus Dörpe die Band zum Quintett, welchem noch Martin Weber, Ralf Beck, Udo Teichert und Thomas Schmiedinghoff angehören. Besonders beeindruckend ist bei den Auftritten sicherlich die markante Stimme von Schmiedinghoff, welche sich wie nach einer dreiwöchigen Whiskeykur schön tief nach Texas anhört. Macht man die Augen zu, denkt man an die Südstaaten. Wer dann aber die Augen und vor allem Ohren öffnet, erlebt alternative Country-Musik zum Genießen.

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