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Kommunalpolitiker wollen Beschwerden via Internet den Weg ebnen

„Mängel-App“ auch für Salzhemmendorf

Salzhemmendorf. Was Hameln schon vor einem knappen Jahr eingeführt hat, das wollen die Politiker der Mehrheitsgruppe aus Salzhemmendorfs Rat jetzt auch für den Flecken erproben: eine „Mängel-App“.

veröffentlicht am 08.02.2016 um 18:49 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

von maike Lina Schaper
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Auf diesem Online-Weg können Hamelns Einwohner der Verwaltung bereits seit Mai vergangenen Jahres mitteilen, wo ihnen gerade der Schuh drückt. Egal, ob Schlaglöcher in der Fahrbahn, eine kaputte Parkbank, Müll in einer Grünanlage, Glasscherben auf dem Fahrradweg – typische Themen, über die sich die Bürger ärgern, werden mittels App direkt vom Mobiltelefon oder Tablet angezeigt. Damit sollen die Probleme der Stadt „noch effektiver angegangen werden können“, heißt von der Stadt Hameln. Oberbürgermeister Claudio Griese lobt die Beschwerdeplattform als einen „weiteren wichtigen Baustein, um noch mehr Bürgernähe zu erreichen“.

Über die Akzeptanz der Bevölkerung kann sich die Hamelner Verwaltung nicht beschweren: Die App läuft „relativ gut“, sagt Stadtsprecherin Janine Herrmann. „Innerhalb einer Reaktionszeit von 48 Stunden bekommt der Bürger eine Rückmeldung über den Eingang seiner Störungsmeldung.“ Natürlich sortiert die Stadt dabei auch nach Priorität. Ein Schlagloch zu füllen sei wichtiger, als Schönheitsreparaturen durchzuführen. Genaue Statistiken über die Nutzung würden aber nicht geführt.

In Salzhemmendorf soll die „Mängel-App“ nach Vorstellung der Kommunalpolitiker zunächst keine Anwendung auf dem Mobiltelefon sein, sondern eine einfache Ergänzung auf der Homepage des Fleckens. Das virtuelle Beschwerdeportal könnte aber zu einer mobilen App ausgeweitet werden, sagt der Vorsitzende der Grünen-Fraktion Karsten Appold. „Die Verwaltung soll prüfen, was sinnvoll wäre.“ Generell sei so ein Mängelportal „wünschenswert“, „damit Bürger jederzeit und unabhängig von entsprechenden Ansprechpartnern auch außerhalb der Geschäftszeiten ihre Beobachtungen melden können“, heißt es im Antrag der Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und der Freien Wählergemeinschaft.

Auch über das Aussehen des Beschwerdeportals herrscht noch Unklarheit. Eine Möglichkeit wäre, ein schlichtes Eingabeportal zu schaffen, durch das Mängel verdeckt an die Verwaltung weitergeleitet werden. In einer anderen Variante könnten registrierte Benutzer die Beschwerden anderer sehen damit gleich zu erkennen ist, welcher Mangel schon beanstandet wird, und sich Beschwerden nicht häufen.

Ob eine virtuelle Beschwerdemöglichkeit als ergänzendes Angebot im Flecken Salzhemmendorf gebraucht wird, lässt sich zumindest nicht mit Zahlen belegen. „Bisher haben wir keine Statistik über eingehende Bürgeranliegen geführt. Viele Einwohner wenden sich direkt an die entsprechenden Fachbereichsleiter, welche die Beschwerde dann bearbeiten“, sagt Michael Pauleßen aus der Gemeindeverwaltung.

Eine „Mängel-App“ wünschen sich die Salzhemmendorfer – zunächst allerdings nur als Ergänzung auf der Homepage des Fleckens. Das virtuelle Beschwerdeportal könnte aber zu einer mobilen App ausgeweitet werden.

Montage: Wal



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