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Gelungene Abschlussveranstaltung der 20. Coppenbrügger Lesewoche im Burginnenhof

„Literaturnobelpreisträger haben das Wort“

COPPENBRÜGGE. Die ausgewählten Geschichten sind gelesen; die Buchdeckel wurden zugeklappt. Wieder ist ein Kapitel abgeschlossen. Diesmal war es die 20. Lesewoche, zu der die Kultur-Initiative „Unser Dorf liest“ in verschiedene Orte eingeladen hatte. Bilanz: rund 300 Literaturfreunde, eine große Auswahl an humorvollen und besinnlichen Texten, Bratwurst, Snacks, kühle Getränke, meist herrliches Wetter und viel Musik.

veröffentlicht am 13.08.2018 um 14:32 Uhr

Günter Blötz, (li.), Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe Coppenbrügge/Salzhemmendorf, würdigt die 20. Lesewoche mit einem selbst gebauten „Starenkasen“, den er Heiner Stender überreicht. foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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Sogar Bob Dylan war gekommen. Nein, nicht persönlich, sondern in Gestalt von Michael Henke. Der langjähriger Akteur der Kultur-Initiative und großer Fan von Bob Dylan brachte dem Publikum den US-amerikanischen Musiker im Innenhof der Burg Coppenbrügge mit hellem Hut, Gesang, Gitarre und Mundharmonika näher. Auch mit Vorlesen einiger Songs in deutscher Sprache – beispielsweise „Like a rolling Stone“. Zur Erinnerung: Als Lyriker hatte Dylan 2016 als erster Musiker den Nobelpreis für Literatur erhalten. Er und andere Preisträger standen im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung im Burginnenhof.

Edeltraud und Günter Blötz hatten die Lesung unter das Motto „Literaturnobelpreisträger haben das Wort“ gestellt. Auch Heinrich Böll, dem der Preis 1972 verliehen worden war, kam zu Wort. Seine „Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral“ wurde gelesen von Hans-Ulrich Peschka. Coppenbrüggers Gemeindebürgermeister hatte aber noch eine weitere Aufgabe, nämlich die Würdigung der Kulturinitiative „Unser Dorf liest“ – allen voran Heiner Stender. Der Coppenbrügger Buchhändler hatte sich 1997 bereit erklärt, das Pilotprojekt des Friedrich-Bödecker-Kreises zur Leseförderung „Unser Dorf liest“ auch in Coppenbrügge ins Leben zu rufen – mit Unterstützung weiterer Bürger, allen voran Hartmut Klappenbach, der ein Jahr später der Initiator der Coppenbrügger Lesewoche war. Eine Veranstaltung dieser Art erfordere immense Kraft und immensen Aufwand. „Allen Akteuren aus allen beteiligten Orten möchte ich meine persönliche Wertschätzung und Anerkennung aussprechen“, betonte Peschka. Unser Dorf liest sei aus dem kulturellen Leben von Coppenbrügge nicht mehr wegzudenken. Die Initiative stehe im Mittelpunkt des dörflichen Zusammenlebens und trage zur Festigung der Strukturen bei. Mit den Leseveranstaltungen möchte „Unser Dorf liest“ zum Lesen guter Bücher animieren. „Das Leben ist zu kurz, um Schund zu lesen“, so Heiner Stenders Grundsatz.

Die 20. Lesewoche hat nicht nur im Burginnenhof Station gemacht, sondern auch im Klostergarten Marienau, unterstützt durch Ernst Wöbbeking und die Dorfgemeinschaft, auf dem Reiterhof Marten in Diedersen, an der Grillhütte Dörpe, unterstützt durch die Dorfgemeinschaft, im Buchladen Stender sowie im Schützenhaus Bisperode, unterstützt durch Gudrun Kreibaum, durch die Damenabteilung des Schützenvereins Bisperode und durch den Verein für historische Landtechnik Bisperode.

Michael Henke brachte dem Publikim Songs von Bob Dylan naher. foto: sto
  • Michael Henke brachte dem Publikim Songs von Bob Dylan naher. foto: sto


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