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„Unser Dorf liest“ mit heiteren bis nachdenklichen Texten

Literarisches Markttreiben

MARIENAU. Einen Tante-Emma-Laden oder gar einen Supermarkt gibt es in Marienau nicht, geschweige denn ein Schuhgeschäft oder eine Boutique mit modischen Trends. Wie sich Geschäftsleben und buntes Markttreiben in ihrem Dorf anfühlen könnten, haben die Bürger kürzlich dennoch erlebt.

veröffentlicht am 27.06.2017 um 20:50 Uhr

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Stolte Christiane

Autor

Christiane Stolte Reporterin
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Zumindest literarisch, denn Ernst Wöbbeking hatte seine Sommerlesung unter das Motto „Markttreiben und andere Geschäfte“ gestellt. Eigentlich sollte die gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft Marienau und der Coppenbrügger Kulturinitiative „Unser Dorf liest“ im Klostergarten der St.-Marien-Kapelle stattfinden, wurde dann aber wegen des Regens in die Kapelle verlegt.

In der gut besuchten Veranstaltung wurden von sieben Akteuren nachdenkliche und heitere Texte namhafter Autoren gelesen und das Geschäftsgebaren unter die Lupe genommen. Zu dem Rundumschlag aus der Welt der Verbraucher gehörten Geschichten von Mark Twain, Kurt Tucholsky, Hans Scheibner, Fanny Müller, Mark Spörrle, Mascha Kaleko, Axel Hacke, Hans-Georg Wigge bis hin zu Siegfried Lenz.

Nervende Kunden, überfordertes Personal, schlitzohrige Geschäftsleute, „elastische“ Preise oder die Fallen einer Schnäppchenjagd wurden unter anderem aufs Korn genommen. Summa summarum: Die unstillbare Gier nach Erwerb und Besitz kennt keine Hürden. Und gern darf es ein Stückchen mehr sein. Kaum in der Tüte, steht der nächste Wunsch schon in der Tür. Von Wilhelm Busch auf den Punkt gebracht: „Wonach du sehnlich ausgeschaut, es wurde dir beschieden. Du triumphierst und jubelst laut: „Jetzt hab ich endlich Frieden!“ Ach, Freundchen, rede nicht so wild. Bezähme deine Zunge! Ein jeder Wunsch, wenn er erfüllt, kriegt augenblicklich Junge.“



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