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Nach jahrelangem Stillstand sollen im März die Fundament-Arbeiten beginnen / Bezug ab 2021

Lindenbrunn-Erweiterung beginnt

COPPENBRÜGGE. Es soll nun nach jahrelangem Stillstand endlich losgehen mit der Erweiterung des Krankenhauses Lindenbrunn: Die vorbereitenden Baumaßnahmen im Zusammenhang mit dem notwendigen neuen Brand- und Rettungswegekonzept hatten im Februar 2018 begonnen und stehen kurz vor dem Abschluss. Anfang März sollen die Fundamentarbeiten beginnen. Das teilte jetzt auf Anfrage Nadine Heinzel, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Klinik, in Coppenbrügge mit.

veröffentlicht am 10.02.2019 um 18:26 Uhr

Am Krankenhaus Lindenbrunn stehen die ersten vorbereitenden Arbeiten kurz vor dem Abschluss. Foto: Dana
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Coppenbrügge-Salzhemmendorf zur Autorenseite
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Zur Erinnerung: Aus einem Sonderprogramm des Landes Niedersachsen zur Sicherung der Krankenhausversorgung, das die Koalition aus SPD und Grünen beschlossen hatte, sollen knapp 16 Millionen Euro nach Coppenbrügge fließen, wo das Krankenhaus Lindenbrunn, eine Fachklinik für Geriatrie und Neurologie, seine derzeitige Kapazität von 212 Betten um 45 ausweiten will. Im neuen Stationstrakt soll Platz für Patienten im Bereich der neurologischen Frührehabilitation von Schlaganfall-Patienten geschaffen werden. Für schwerpflegebedürftige Patienten mit langer Verweildauer werden die Patientenzimmer größer als üblich angelegt. Auch soll hier ein Kernspintomograph installiert werden – ein Novum für Lindenbrunn. Durch den Neubau werden Pflegestationen im zentralen Mittelbau frei; dort sollen Therapiebereiche entstehen.

Der Landeszuschuss entspricht in etwa der Hälfte der Gesamtkosten für den neuen Bettentrakt, die andere Hälfte wird der Klinikträger, der Verein zur Betreuung von Schwerbehinderten (VBS) und der Landkreis Hameln-Pyrmont aufbringen müssen. Das gesamte Kostenvolumen für die umfangreichen Um- und Anbaumaßnahmen beläuft sich auf 30 bis 32 Millionen Euro. Das Erweiterungsprojekt selbst war bereits 2015 durch das Land Niedersachsen aus dem Sonderprogramm des Landes zur Sicherung der Krankenhausversorgung bewilligt worden.

Im Zusammenhang mit der jetzt beginnenden Klinikerweiterung wurde unter anderem eine umfangreiche Sanierung des Untergeschosses im Altbau notwendig. Es wurden in großem Maß der Rückbau von Lüftungsanlagen, Elektrokabeln, Isolierungsmaßnahmen sowie der Austausch von Brandschutztüren und notwendige Schottungen durchgeführt. Wie die Öffentlichkeitsreferentin weiter mitteilt, ist der Beginn des Tiefbaus und des Spezialtiefbaus mit der Errichtung von Bohrpfahlwänden und Verankerungen sowie dem umfangreichen Bodenaushub für Anfang März terminiert. Nadine Heinzel: „Mit einer Fertigstellung ist nach einer Bauzeit von 25 Kalenderwochen für den Tief- und Spezialtiefbau auszugehen.“ Anschließend werde im Herbst mit dem Hochbau begonnen. Die Ausschreibungen für den Hochbau seien ein nächster Schritt und in der Vorbereitung. Mit einer ersten Inbetriebnahme des Neubaus mit 54 Pflegebetten aus dem Bestand und zusätzlichen 20 Pflegebetten für die Patientenversorgung wird ab 2021 gerechnet. Ab 2022 sei dann nach dem Umbau im Bestand für die Therapiebereiche in einem zweiten Schritt die Belegung von weiteren 20 Pflegebetten vorgesehen, erklärt Heinzel. Für Coppenbrügge ist das Krankenhaus Lindenbrunn mit gut 400 Beschäftigten der größte Arbeitgeber. Im Zusammenhang mit der Aufstockung wurde schon von etwa 70 weiteren Vollarbeitsplätzen gesprochen. In dem Krankenhaus, dessen Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, werden derzeit jährlich rund 3000 Patienten behandelt. Das Haus ist spezialisiert auf Geriatriepatienten sowie auf schwere Schädel-Hirn-Verletzungen.



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