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Einkaufsmarkt bleibt / Personal wird übernommen

Lichtblick für Wallensen

Wallensen. Gute Nachricht für Wallensen: Wenn zum Monatsende der Nahversorger „Nah und Gut“ im Ortszentrum dicht machen wird, werden keine zwei Wochen vergehen und das Geschäft macht unter dem Namen „Nahkauf Gülke“ wieder auf.

veröffentlicht am 22.06.2016 um 13:11 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 12:44 Uhr

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Autor:

Christian Göke
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Wallensen stirbt doch noch nicht aus. Wie bereits berichtet, wird Gabi Patz ihren kleinen Einkaufsladen „Nah und Gut“ in Wallensen zum 30. Juni schließen. In den Vorjahren hatte der Ort durch Schließung des Freibades, der Humboldt-Grundschule, der Volksbank- und Sparkassenfiliale sowie Streichung der Pastorenstelle schon sehr gelitten. Doch jetzt gibt es eine gute Nachricht: Im Juli werden keine zwei Wochen vergehen und Wallensen wird wieder einen Nahversorger im Ortszentrum bekommen. Nach intensiven Gesprächen wird Carsten Gülke die Räumlichkeiten von Gabi Patz übernehmen und am 11. Juli sein Geschäft Nahkauf Gülke in Wallensen eröffnen. Der gelernte Kaufmann betreibt als Gesellschafter schon den REWE-Markt in Salzhemmendorf und kommt nun als Nahversorger auch nach Wallensen.

Gülke wird von dem bisherigen Geschäft aber nur die Räumlichkeiten und zwei Angestellte, unter anderem auch Gabi Patz übernehmen. Bis Ende Juni wird die alte Inhaberin ihre Restware verkaufen und danach das Gebäude komplett ausräumen. Gülke wird mit seinem Team das Geschäft dann renovieren und komplett neu einrichten. Gülke hat mit dem kleinen Geschäft einiges vor. „Wir werden täglich frische Ware anbieten und auch den Service in Wallensen etwas ausbauen“, schildert Gülke. So wird das Geschäft künftig zusätzlich am Mittwochnachmittag öffnen und auch als Hermes-Paketshop fungieren.

Gülke setzt mit dem kleinen Geschäft auch auf seine Stammkunden in Salzhemmendorf, die künftig nicht mehr für jedes Teil ihren Ort mit dem Auto verlassen müssen. Er wird seinen Warenbestand zusätzlich auch auf die Bedürfnisse des nahen Campingplatzes und den Bergdörfern Fölziehausen und Capellenhagen ausrichten. Grundsätzlich ist das Engagement vor Ort auf Dauer ausgelegt. „Wir werden uns in einem Dreivierteljahr aber die Zahlen genau ansehen und dann entscheiden, ob es in Wallensen weitergeht. Es liegt an den Menschen vor Ort, ob wir das Geschäft dann weiter betreiben. Der Service für meine Kunden wird aber stimmen“, verspricht der Kaufmann.

Die vergangenen Jahre waren für den gesamten Ort nicht leicht. Die Pfarrstelle vor Ort wurde von der Kirche gestrichen, die Humboldt-Grundschule in Wallensen ist mittlerweile schon fast zwei Jahre zu und auch der Freibadverein kämpft um das Überleben. Der Negativtrend setzte sich auch bei den Geschäften fort.

Die Sparkasse Weserbergland hat ihre Filiale in Wallensen schon vor einigen Jahren geschlossen. Im Ortszentrum hat sich mit einem Schlachter, einem Bäcker, einer Kneipe, einer Arztpraxis, einer Bank und einem Nahversorger aber noch Leben abgespielt. Die Situation hätte sich jetzt noch verschärft, wenn bei dem Einkaufsmarkt in der Dorfmitte dauerhaft die Lichter ausgegangen wären. Die derzeitige Betreiberin begründete ihren Schritt damit, dass mit der Schließung der Volksbank-Filiale auch viele Kunden vor Ort verloren gegangen seien.



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