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Wird Landespilotprojekt in diesem Jahr abgeschlossen? / Kommunales „Wir-Gefühl“ erwünscht

Leerstandskataster soll Politikern helfen

Salzhemmendorf (gök). Salzhemmendorf will ein Leerstandskataster einführen. Den Ratsmitgliedern der Gemeinde soll so geholfen werden, bessere Entwicklungskonzepte für die elf Ortsteile zu entwickeln. Gemeinsam mit 18 weiteren Kommunen nimmt der Flecken am Pilotprojekt des Landes „Umbau statt Zuwachs“ teil. Der drei Jahre währende Arbeitsprozess des Projektes soll in diesem Jahr abgeschlossen werden. Nach dem Willen der Arbeitsebene sollen die Kommunen nach Beendigung des Projektes auch noch weiter zusammenarbeiten und den anstehenden Herausforderungen des demografischen Wandels gerecht werden. Hierfür wird nun aber in den politischen Gremien der beteiligten Gemeinden das Einverständnis eingeholt, weshalb sich jetzt der Bauausschuss mit dem Thema beschäftigte.

veröffentlicht am 08.05.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

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Einige Konzepte aus dem Programm stehen schon. So gibt es in Hemmendorf etwa schon konkrete Pläne, wie das Dorfzentrum wieder belebt werden soll. Tanja Klein von der Geschäftsstelle Modellprojekt „Umbau statt Zuwachs“ beim Landkreis Holzminden stellte nun das Thesenpapier vor.

Schwerpunkt der Vorstellung von Tanja Klein war die Erstellung eines Leerstands- und Baulückenkatasters. Mit diesem Programm – gefüttert mit Daten aus dem Einwohnermeldewesen – können Politiker Konzepte zur Stärkung von Regionen erstellen. So wird etwa genau erfasst, wo vor allem junge Familien wohnen und entsprechend viele Kinder Schulen brauchen oder aber ältere Menschen wohnen und vielleicht in einigen Jahren Leerstand droht. Dies wurde von den Ausschussmitgliedern ausdrücklich begrüßt, da so ein Programm die Erstellung von Entwicklungskonzepten wahrscheinlich deutlich vereinfachen würde. Die Politiker könnten ihre Konzepte so mit konkreten Fakten untermauern und entsprechende Entwicklungsmaßnahmen ergreifen. Die Gemeinde meldet dazu ihre Einwohnermeldedaten nach Hannover und bekommt von der Landesregierung dafür eine aufbereitete Leerstands-Landkarte zurück.

Zusätzlich zu diesem Programm sieht Klein einen Schwerpunkt in dem regionalen Marketing. Hier sollen sich nicht Gemeinden gegenseitig Familien für Neubaugebiete abwerben, sondern zusammenarbeiten und gemeinsam als Region auftreten. Der Wunsch ist, dass ein kommunales „Wir-Gefühl“ entsteht.

In Wallensen etwa wurde die Fortführung des Zukunftsforums vom Ortsrat vorerst gestoppt, um auch die Weiterentwicklung der Förderprogramme abzuwarten. Karl-Heinz Grießner (SPD) befürchtet, dass die Bürger eine gewisse Erwartungshaltung in Bezug auf die Wünsche entwickeln und sieht diese Gefahr auch in dem Projekt „Umbau statt Zuwachs“. Auch Karsten Appold (Grüne) schlug in die gleiche Kerbe: „Wenn wir etwas planen, brauchen wir auch finanzielle Mittel für die Umsetzung der Ideen.“ Aus Sicht von Gemeindebürgermeister Martin Kempe soll aber erstmal nur ein Gefühl für die Entwicklung geschaffen werden. Auf die Forderung, einen Verwaltungsvorschlag für die Unterstützung bei der Programmbeteiligung der Bürger zu entwickeln, entgegnete Kempe, die Möglichkeiten der Gemeinde seien begrenzt. Grießner möchte hier mit seinen Ratskollegen in den anderen Orten nicht alleingelassen werden und entsprechende fachliche Unterstützung bei der Argumentierung bei etwaigen Bürgerversammlungen haben.

Derzeit sei die Gemeinde aber in der Anfangsphase für eine Zusammenarbeit beim Städtebauförderprogramm mit dem Flecken Coppenbrügge nach Meinung von Kempe sehr eingespannt. Eine Verschmelzung der Gemeinden wollte Kempe hierzu auch nicht ausschließen. „Zum jetzigen Zeitpunkt dieser Zusammenarbeit auch noch einen Verwaltungsvorschlag zu bringen, dazu sehe ich mich derzeit nicht in der Lage“, so Kempe. Das Thesenpapier des Modellprojektes wurde durch die Ausschussmitglieder grundsätzlich begrüßt. Am 5. Juli wird es die nächste Vollversammlung zu dem Projekt geben, woran dann auch Vertreter des Fleckens teilnehmen werden.



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