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Mineralienexperte entdeckt bei Hobby-Sammler weltgrößten Haüyn-Kristall

Lauensteiner mit Sensationsfund

Salzhemmendorf. Nicht immer haben Sammler Glück – doch vor kurzem war es einem 74-jährigen Hobby-Mineralogen hold: Auf dem Spaziergang in der Nähe des Laacher Sees in der Vulkaneifel (Rheinland-Pfalz) fand er einen über drei Zentimeter großen Haüyn-Kristall, der sich als weltgrößter seiner Art herausstellte. Der himmel- bis schlumpfblaue Kristall mit dem schwer auszusprechendem Namen – „Hau-ihn“ kommt sehr nahe – gehört zu den kleineren weltgrößten Dingen: Er ist nur etwas größer als eine Walnuss. Rainer Bode, der seit drei Jahren in Salzhemmendorf lebt und seit 35 Jahren Organisator der Bad Emser Mineralientage und Herausgeber der Zeitschrift Mineralien-Welt ist: „Dieser Haüyn ist eine wissenschaftliche Sensation!“ Bode schätzt den Wert auf mindestens 100 000 Euro. Normalerweise erreichen die Kristalle nur einige Millimeter. Zu sehen war er bisher nur einmal in Hamburg, nun kann er am 27. und 28. April noch einmal auf der Mineralienbörse in Bad Ems bestaunt werden. Bode hatte den Kristall zufällig bei dem Sammler, der die Rarität nicht als solche erkannt hatte, entdeckt. Auf 45 Karat schätzte der Finder das Gewicht. In jedem Fall sei es „der Fund seines Lebens“, sagt Mineralienexperte Bode über den Finder. Der alte Mann will ungenannt bleiben.

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Der Finder verkaufte den Kristall an die TU Bergakademie im sächsischen Freiberg. Allerdings für deutlich weniger als 100 000 Euro. Über die genaue Summe wurde Stillschweigen vereinbart. Die Bergakademie präsentiert den Haüyn nun auf den 35. Bad Emser Mineralientagen zusammen mit anderen Kristallen und Mineralien, quasi fast wieder in der alten Heimat.

Rainer Bode lebte bis zum Herbst 2009 in Haltern am See. Seit dem 1. Oktober 2009 wohnt er zusammen mit seiner Frau Doris in Lauenstein und hat zwei Töchter. In den über 30 Jahren seines Bestehens hat sich der Bode Verlag durch seine Vielzahl an veröffentlichten Büchern zum weltweit größten Fachverlag auf dem Gebiet der Mineralogie und des Bergbaus etablieren können.red

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  • Der Haüyn-Kristall misst 3,2 Zentimeter – damit ist er der weltgrößte bekannte Kristall dieser Mineralart. pr
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