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Antrag wird im Bauausschuss auf nächste Sitzung verschoben

Laternen sollen früher brennen

COPPENBRÜGGE. Das Thema Straßenbeleuchtung und Beleuchtungsdauer ist im Flecken Coppenbrügge ein Debattier-Klassiker, der immer wieder in den politischen Sitzungen aufkommt - und so schnell wohl nicht von der Tagesordnung verschwinden wird.

veröffentlicht am 24.11.2017 um 12:42 Uhr
aktualisiert am 24.11.2017 um 17:42 Uhr

Gerade an Bushaltestellen, wie hier in Harderode, sollten die Laternen nach Antrag der Gruppe bereits um 5 Uhr leuchten. Foto: wal
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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So auch jetzt wieder im Coppenbrügger Ausschuss für Bauwesen, Umweltschutz, Gemeindeentwicklung und Infrastrutur. Hier legte die Gruppe SPD/UWG/Grüne ihre bereits Ende vorigen Jahres vorgebrachte Forderung, die Straßenlaternen eine Stunde früher einzuschalten, erneut als Antrag vor.

Bereits seit 2011 hat die Gemeinde damit begonnen, die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Leuchten umzurüsten. Der seitens der SPD/Grüne eingebrachte Vorschlag, die Umrüstung zu beschleunigen, konnte durch die Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten im Jahr 2016 finanziert und umgesetzt werden. Seit Oktober 2016 wurden dann alle 1050 Straßenlaternen in der gesamten Gemeinde auf LED umgerüstet.

Rainer Olze, Fraktionsvorsitzender der SPD und Gruppensprecher von SPD, Grünen und UWG, erläuterte jetzt im Bauausschuss des Fleckens den Antrag seiner Gruppe: Die Straßenbeleuchtung solle nicht erstwie derzeit üblich um 6 Uhr, sondernbereits um 5 Uhr eingeschaltet werden. Damit würde man den Bedürfnissen der Werktätigen entsprechen, die heute vielfach bereits um 5 Uhr ihren Weg zur Arbeit antreten. Würde man Beleuchtungskosten von 7,60 pro Stunde ansetzen, ergäben sich Mehrkosten von 2000 Euro per anno; Geld, das jetzt durch preisgünstiges LED-Licht eingespart würde. Die Ersparnis könnte so an die Bürger für mehr Lebensqualität in den Morgenstunden weitergegeben werden, so Olze. „Es ist auch wichtig, dass Schichtarbeiter, die vor 6 Uhr das Haus verlassen, etwas sehen können“, fügt der Fraktionsvorsitzende hinzu.

Während Rainer Olze davon überzeugt ist, dass nach der LED-Umstellung der Stromverbrauch signifikant zurückgegangen ist, mahnte Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka zur Vorsicht: Erst am 31. Dezember werde das Straßenlicht abgelesen, und erst dann stünden die exakten Stromkosten fest, gab er zu bedenken. Außerdem wären die Zusätzlichen 2000 Euro Beleuchtungskosten als freiwillige Leistung gegenüber dem Land als Bedarfszuweisungsgemeinde zu rechtfertigen, so Peschka. Man solle eine Entscheidung über den Antrag deshalb in die März-Sitzung des Bauausschusses verschieben, da die Stadtwerke-Abrechnung mit exakten Zahlen wohl im Februar vorliegen werde.

Ausschussmitglied Andreas Voß (CDU) erklärte daraufhin für die CDU/FDP-Mehrheitsgruppe, man wolle das Finanzsicherungskonzept nicht unterlaufen und deshalb abwarten, bis konkrete Ablese-Zahlen vorlägen. Voß: „Unter dem Strich darf für Straßenlicht nicht mehr ausgegeben werden.“ Auch seien Sanierungskosten für einer Erneuerung der Stromzuleitungen in den Lampenmasten zu berücksichtigen.

Woraufhin die Gruppe on SPD, Grünen und UWGeinlenkte: Sie will ihren Antrag nun in der März-Sitzung, wenn genaue Zahlen vorliegen, erneut vorlegen. Olze: „Für die paar Monate will ich hier keinen Streit vom Zaune brechen.“



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