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Straßenbeleuchtsdauer wird Coppenbrügges politischen Gremien weiter beschäftigen

Lampen eine Stunde eher anstellen

COPPENBRÜGGE. Das Dauerthema Straßenbeleuchtung und Beleuchtungsdauer wird Coppenbrügges politischen Gremien auch in diesem Jahr erhalten bleiben.

veröffentlicht am 16.04.2018 um 12:56 Uhr

Die Mehrheitsgruppe in Coppenbrügges Rat hält an ihrer Forderung fest, die Straßenbeleuchtung bereits um 5 Uhr in der Frühe anzustellen. Foto: wal
Joachim Zieseniß

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Joachim Zieseniß Reporter Bodenwerder zur Autorenseite
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Das kündigte Rainer Olze, Fraktionsvorsitzender der SPD und Sprecher von SPD, Grünen und UWG jetzt an. Die Mehrheitsgruppe in Coppenbrügges Rat, wird ihre bereits Ende 2016 vorgebrachte Forderung, die Straßenlaternen im Flecken morgens eine Stunde früher einzuschalten, erneut als Antrag vortragen. Bereits im Jahr 2011 hatte die Gemeinde damit begonnen, die Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Leuchten umzurüsten. Der seitens der SPD/Grüne eingebrachte Vorschlag, die Umrüstung zu beschleunigen, konnte durch die Kooperationsbereitschaft aller Beteiligten im Jahr 2016 finanziert und umgesetzt werden: Alle Straßenlaternen in der gesamten Gemeinde sind nun LED umgerüstet.

Die Mehrheitsgruppe im Rat ist davon überzeugt, dass nach der Umstellung der Stromverbrauch signifikant zurückgegangen ist. Deshalb beantragte die Gruppe bei den Haushaltsberatungen des vergangenen Jahres, nun mit 2000 Euro als freiwillige Leistung einen kleinen Teil der Einsparungen künftig in längere Beleuchtungszeiten zu investieren. „Da wir nach Abschluss der technischen Umrüstung von einer deutlichen Reduzierung der Verbrauchskosten ausgehen, wollen wir aus dieser Erfolgsgeschichte den Bürgern mit der Anpassung der Beleuchtungszeiten etwas zurückgeben“, argumentierte Gruppensprecher Olze schon damals.

Derzeit wird im Flecken die Straßenbeleuchtung zwischen 23 und 6 Uhr abgeschaltet. Wie Olze jetzt angekündigt hat, wird die Mehrheitsgruppe weiterhin darauf bestehen, dass sie Straßenbeleuchtung nicht erst, wie derzeit üblich, um 6 Uhr, sondern bereits um 5 Uhr eingeschaltet werden soll. Damit würde man den Bedürfnissen der Werktätigen entsprechen, die heute vielfach bereits um 5 Uhr ihren Weg zur Arbeit antreten. Würde man für alle zwölf Ortsteile Beleuchtungskosten von 7,60 Euro pro Stunde ansetzen, ergäben sich Mehrkosten von 2000 Euro per anno; Geld, das ja jetzt durch preisgünstiges LED-Licht eingespart würde. Die Ersparnis könnte so an die Bürger für mehr Lebensqualität in den Morgenstunden weitergegeben werden, so Olze: „Es ist auch wichtig, dass Schichtarbeiter, die vor 6 Uhr das Haus verlassen, etwas sehen können“, fügt der Fraktionsvorsitzende hinzu. Und der Diplom-Ingenieur hat beispielsweise für seinen Heimatort Bessingen ausgerechnet, dass hier – eingerechnet Sonnenstand und Umschaltung auf Winter- und Sommerzeit – für Straßenlicht lediglich 60 bis 80 Euro Mehrkosten anfielen.

Während SPD, Grünen und UWG nach der LED-Umstellung bereits im Vorjahr darauf drängten, die Lampen in der Frühe eine Stunde eher anzustellen, mahnte die CDU im Rat zur Vorsicht: Erst Anfang 2018 stünden die exakten Stromkosten fest, gaben Christdemokraten und Verwaltung zu bedenken. Man einigte sich schließlich darauf, die E.on-Abrechnung mit genauen Zahlen abzuwarten, und eine Entscheidung über den Antrag in die Debatten dieses Jahres zu verschieben.

Wie Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg mitteilt, liegt diese Endabrechnung für 2017 nun der Verwaltung vor. Die würde derzeit aufbereitet, um in der nächsten Finanzausschuss-Sitzung der Politik vorgelegt zu werden. Und die könne dann anhand konkreter Zahlen weiter über Einschaltzeiten entscheiden.



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