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Bücherei von Schulzeiten abhängig

Längere Öffnung scheitert an Hausmeister-Kosten

Coppenbrügge. Ideen gebe es viele, um die Nutzung der in der Spiegelbergschule eingerichteten Gemeindebücherei vielfältiger zu gestalten. „Manche Maßnahmen scheitern aber leider an den eingeschränkten Öffnungszeiten und der geringen Größe des Bibliotheksraumes“, bedauert Andrea Piontek, seit zwei Jahren Leiterin der Bücherei. Bereits ihre Vorgängerin, Renate Brandt, hatte mehrfach auf die Problematik hingewiesen. Die Bücherei ist lediglich an Donnerstagen von 9 bis 10.30 Uhr und von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Während der Ferien bleibt sie geschlossen.

veröffentlicht am 22.02.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 18:41 Uhr

Autor:

Christiane Stolte
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Gespräche mit Landkreis bisher ohne Erfolg

Um erweiterte Öffnungszeiten einrichten zu können, müsste die Arbeitszeit des Hausmeisters verlängert werden. Die Gemeinde hat diesbezüglich schon mehrfach mit dem Schulträger, das ist der Landkreis Hameln-Pyrmont, gesprochen. Bisher aber ohne Erfolg. „Unser Anliegen gestaltet sich als etwas problematisch, da eine verlängerte Arbeitszeit die Personalkosten erhöhen würde“, berichtete Andrea Wegener, Flecken Coppenbrügge, in der Sitzung des Ausschusses Kultur, Soziales und Tourismus. Es werde aber weiterhin nach einer Lösung gesucht. Ebenso nach einer Möglichkeit für größere Räumlichkeiten.

In dem nur etwa 55 Quadratmeter großen Raum muss Andrea Piontek exakt Maß nehmen, um den Bestand von derzeit 4406 Medien übersichtlich und ansprechend in die Regale einzuordnen. „Der Bestand setzt sich zur Hälfte zusammen aus Kinder- und Jugendbüchern, zu einem Viertel aus Romanen und zu einem Viertel aus Hör- und Sachbüchern“, bilanzierte die Leiterin in der Ausschusssitzung. Im vergangenen Jahr habe sie 6263 Ausleihen verbucht. Das Interesse an Sachbüchern, die besonders für Schüler wichtig sein könnten, sei sehr gering gewesen. Den Grund dafür sehe sie in der unattraktiven Präsentation.

2013 hatte die Bücherei 2351 Besuche von insgesamt 206 Lesern. 2012 waren es 2056 Besuche von 211 Lesern. 99 Nutzer kamen aus Coppenbrügge, 29 aus Marienau, 22 aus Dörpe, 18 aus Brünnighausen, neun aus Bäntorf, vier aus Bisperode, insgesamt acht aus Bessingen, Diedersen, Harderode und Voldagsen sowie 17 aus anderen Orten. Den größten Anteil an den Lesern haben die Kinder bis einschließlich zwölf Jahren. Mit einem Bilderbuchkino (2013 gab es 20 Vorführungen mit 296 Besuchern), einem Ausleihangebot für Senioren im evangelischen Familienzentrum „evfa“ sowie der Anschaffung eines Computers und eines Telefons hat Andrea Piontek großen und kleinen Leuten die Welt der Bücher nähergebracht. „Leider wurde das Ausleihangebot im evfa nur wenig genutzt“, bedauert die Leiterin. Trotzdem gibt sie nicht auf, Senioren für Bücher zu begeistern. So plant sie eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Seniorenheimen.

Für ihr Engagement erhielt Andrea Piontek in der Ausschusssitzung Dank und Anerkennung. „Viele gute Ideen wurden von Ihnen bislang umgesetzt“, betonte Coppenbrügges Ortsbürgermeisterin Karin Dröge. Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka bekräftigte: „Wir haben mit Frau Piontek eine außerordentlich kreative Kraft gefunden, die die gute Arbeit von Frau Brandt fortführt.“ Karl-Heinz Brandt (SPD) beantragte, im Haushalt 2014 der Gemeinde einen Betrag von 100 Euro zugunsten der Gemeindebücherei einzustellen. Der Antrag wurde einstimmig befürwortet.



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