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„Artes Wesera“ plant im Besucherbergwerk Osterwald Ausstellung unter Tage / Erste Ideen entwickelt

Kunst mit Taschenlampe und Helm entdecken

Osterwald (sto). Es muss nicht immer die klassische Galerie sein. Kunst fühlt sich auch an ausgefallenen Orten wohl, wie „Artes Wesera“ im vergangenen Jahr mit der Ausstellung in der ehemaligen Rotationshalle der Dewezet bewiesen hat. Im Frühjahr 2013 möchte die „Interessengemeinschaft für Kunstschaffende im Weserbergland“ ihre vielfältigen Arbeiten erneut an einem ungewöhnlichen Platz präsentieren. Die Wahl fiel auf einen Ort, der nicht nur für die Künstler selbst ein Abenteuer sein wird, sondern auch für die Besucher, müssen sie doch drei Dinge erfüllen, bevor sie sich auf das Erlebnis „Kunst“ einlassen: warme Kleidung, festes Schuhwerk und Sicherheitshelme. Denn: Die Ausstellung findet „unter Tage“ in der faszinierenden Welt des Besucherbergwerks Osterwald statt.

veröffentlicht am 15.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 02:21 Uhr

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„Es ist eine echte Herausforderung, Kunst in diesem Umfeld zu inszenieren“, betont Hartmut Friedrich. Als aktives Mitglied im Verein zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald war dem Kunstschaffenden vor einiger Zeit die Idee für diese ungewöhnliche Ausstellung gekommen. Als Termin wurden die Wochenenden 6./7. sowie 13./14. April ausgewählt. Die Vernissage soll voraussichtlich am 5. April stattfinden. Auf den ersten Blick noch lange hin. Die ersten Ideen hat Artes Wesera aber bereits zusammengetragen. So soll ein Führungsplan erstellt werden, in dem die Nischen, Streben und Wände der Förderstrecke bezeichnet sind, an denen Objekte zu sehen sein werden. „Wir möchten die Besucher auf einen abenteuerlichen Rallyekurs schicken“, versucht Friedrich neugierig zu machen. Da die Beleuchtung im Stollen sehr dezent ist, wird den Besuchern empfohlen, sich mit Taschenlampen auszurüsten. Einige Exponate werden übrigens auch im Multifunktionsraum des Besucherbergwerks zu sehen sein.

Die zentrale Frage für die ausstellenden Künstler lautet: „Werden die Exponate in der nasskalten Dunkelheit Schaden nehmen?“ Denn die Luftfeuchtigkeit im Hüttenstollen ist hoch und die Temperatur liegt bei nur zehn Grad. Welche Farben, Trägermaterialien und Rahmenkonstruktionen sind beispielsweise nötig, um die Aktion schadlos zu überstehen? Detlev Peipelmann aus Bodenwerder überlegt, ob er seine Acrylbilder auf wasser- und temperaturunempfindliche Kunststoffplatten malen wird. Peter Neff möchte bereits vorhandene Bilder und Skulpturen zeigen, aber auch neue fertigen. Seine Skulpturen seien klimaresistent und die Bilder auf Holz gemalt und auf der Frontseite durch mehrere Klarlacke geschützt. Die Rückseiten will er noch versiegeln. Trotzdem bleibe ein gewisses Risiko des Verziehens. „Das gehe ich aber gern für diese ungewöhnliche Ausstellung ein“, betont der Künstler aus Bisperode.

Wie viele Künstler von Artes Wesera sich an der Ausstellung beteiligen, steht noch nicht fest. Auch nicht, ob sich einige bei der Arbeit über die Schulter schauen lassen werden. Der Bergmannsverein wird für die Ausstellung ausgebildete Stollenführer zur Verfügung stellen. „Alles was möglich ist, machen wir möglich“, betonte Hans-Dieter Kreft, Vorsitzender des Bergmannvereins, bei einer Schnupperführung durch den Multifunktionsraum und durch den Hüttenstollen.



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