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Dorfkultour Wallensen weiht Haus an der Stadtmauer ein / Viel Herzblut in den Umbau gesteckt

Kulturelles Zentrum als Mittelpunkt des Dorfes

Wallensen (gök). Wer das Haus im Mühlenwall, im historischen Ortskern von Wallensen, direkt nach dem Kauf sah, brauchte schon sehr viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass hier einmal ein schmuckes kulturelles Zentrum entstehen könnte. Drei Jahre dauerten Aufräumarbeiten, Planung und der Umbau, bis das „Haus an der Stadtmauer“ jetzt eingeweiht werden konnte. Erfreulich war, dass beim Vereinsprojekt viele Helfer und örtliche Handwerker Hand in Hand arbeiteten und die Dorfgemeinschaft noch weiter vertieft wurde. Das Projekt verursachte so viel Aufmerksamkeit, dass das niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege im Herbst 2008 die angrenzende historische Stadtmauer als Einzelbaudenkmal ins Verzeichnis der Kulturdenkmale aufnahm.

veröffentlicht am 16.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:41 Uhr

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Zwölf Mitglieder gründeten im Mai 2003 den Verein zur Förderung von Dorfentwicklung, Kultur und Tourismus Ockensen, Thüste und Wallensen, kurz Dorfkultour. Mittlerweile zählt der Verein rund 80 Mitglieder. „Heimatvereine im Umland haben jenseits von 200 Mitgliedern und können wesentlich besser planen“, sagt der Ortsbürgermeister und Vereinsvorsitzende Karl-Heinz Grießner.

Schnell kam nach der Gründung von Dorfkultour der Wunsch nach einem Raum auf, in dem Ausstellungsstücke und Informationen über Wallensen, Thüste und Ockensen gesammelt werden können. 2005 konnten Räume der ehemaligen Lehrerwohnung in der Humboldt-Grundschule in Wallensen angemietet werden. Doch die Räume in der Schule stellten den Verein nicht zufrieden. Nach einigem Suchen fand man im Mühlenwall ein Gebäude im historischen Ortskern von Wallensen. Nach Beschluss der Mitgliederversammlung im Oktober 2007 wurde das Haus von der Eigentümerin Hilde Thiel erworben.

Wesentlich beschleunigt wurde die Umgestaltung durch die Anerkennung als Leader-Projekt. Mit Förderung durch die EU, den Landkreis und den Flecken wurde das Haus zu einer Begegnungsstätte umgebaut. Ohne diese Mittel hätte sich der Umbau wohl über etliche Jahre länger hingezogen. Hilfreich war auch die Arbeitskraft der 1-Euro-Jobber vom Jobcenter Hameln. Am früheren Stadtverlies – einem Gewölbekeller – merkt man, wie viel Herzblut die Arbeiter in den Umbau gesteckt haben müssen.

2 Bilder

In feierlichem Rahmen wurde das Haus an der Stadtmauer durch Landrat Rüdiger Butte und zahlreiche andere Gäste seiner Bestimmung übergeben. „Mit diesem kulturellen Zentrum wurde im Ort ein Mittelpunkt geschaffen. Im Zeichen des demografischen Wandels muss durch solche Projekte das Leben in den kleinen Orten erhalten werden. Es ist schön zu sehen, dass sich hier anscheinend der Nachbar auf den anderen Nachbar verlassen kann“, betont Butte. Der stellvertretende Bürgermeister Walter Kramer ist begeistert vom Geschaffenen und Ortsratsmitglied Werner Habenicht sagt: „Hier ist eine Perle entstanden.“ Während des Tags der offenen Tür kamen viele Besucher, um sich Haus und Ausstellung zur Ortsgeschichte und zum Braunkohletagebau im Weenzer Bruch anzusehen.

Viele Gäste konnten zur Einweihung der Begegnungsstätte begrüßt werden. Eine Ausstellung zeigt alte Siegel von Wallensen. Fotos: gök



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