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Ortsbürgermeister von Osterwald hört auf / Politiker in Salzhemmendorf wollen Jüngeren Platz machen

Kramer steigt aus dem Kandidaten-Karussell

Salzhemmendorf (sto). Wie in allen Gemeinden des Landkreises Hameln-Pyrmont, dreht sich auch im Flecken Salzhemmendorf das „Kandidaten-Karussell“ für die Kommunalwahl im September. Wer abspringt oder aufspringt, steht noch nicht in jedem Ortsteil definitiv fest. „Manche haben sich noch nicht entschieden, deshalb ist es noch zu früh für eine konkrete Aussage“, sagen Reinhold Breyer, der Gemeindeverbandsvorsitzende der SPD, und Eckhard Füllberg, der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende, auf Anfrage.

veröffentlicht am 19.01.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:41 Uhr

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Einige haben sich aber bereits entschieden. Für sie wird es keine weitere Runde auf dem Karussell der Kommunalpolitik mehr geben. Sie steigen aus Altersgründen aus. Walter Kramer ist einer der „Aussteiger“ – zumindest, was die Kommunalpolitik im Flecken angeht. „Leicht war es nicht, aber ich bin überzeugt, die richtige Entscheidung getroffen zu haben“, betont der 67-Jährige, der 1971 in die SPD eingetreten ist. Seit 1982 fungiert er als Ortsbürgermeister von Osterwald, wo er 1973 in den Ortsrat gewählt worden war. Von 1993 bis 2001 war der technische Betriebswirt darüber hinaus als Gemeindebürgermeister des Fleckens Salzhemmendorf tätig. Dem Gemeinderat gehört Kramer seit 1976 an. Auch ist er Fraktionsvorsitzender der SPD und seit 1993 Kreistagsabgeordneter im Landkreis Hameln-Pyrmont.

Fast 40 Jahre lang war Kramer kommunalpolitisch tätig. Warum? „Ich bin der Meinung, dass sich jeder mindestens zehn Jahre lang in irgendeiner Form einbringen sollte in die Gemeinschaft seines Ortes“, betont Kramer. Vor vielen Jahren habe er diesen Entschluss gemeinsam mit dem mittlerweile verstorbenen Jobst von Wendorff gefasst, der ebenfalls politisch sehr aktiv gewesen war. Allerdings in der CDU. War er in all den Jahren ein Ortsbürgermeister mit Herzblut? „Ja, Herzblut war reichlich dabei“, gibt Kramer zu. Zu seinen politischen Aktivitäten, die besondere Auswirkungen auf den Ort hatten, gehören unter anderem der Bau des Schmutz- und Regenwasserkanals, die sich anschließende Straßenerneuerung, die Mitgestaltung an „Unser Dorf soll schöner werden“, die Mitbegründung des Spielkreises Osterwald, die Initiative des Baugebiets „Rischkamp“, die Mitbegründung des Bergmannsvereins Osterwald und der Kampf um den Erhalt des örtlichen Schwimmbades sowie die damit verbundene Gründung des Waldbadvereins, dessen Vorsitzender Kramer auch heute noch ist.

Ebenfalls nicht wieder kandidieren wird Hans-Joachim Höflich (SPD), seit 1986 stellvertretender Ortsbürgermeister von Osterwald. „Es war mir ein Bedürfnis, mich einzubringen, aber nun möchte ich aus Altergründen aufhören“, betont der 63-Jährige. Er will Jüngeren Platz machen, die bereits ihre Bereitschaft, sich kommunalpolitisch betätigen zu wollen, signalisiert haben. Namen möchte er aber noch nicht verraten, da die jungen Leute noch etwas Bedenkzeit benötigen. Höflich und Kramer sind sich einig: „Die Arbeit im Ortsrat hat Spaß gemacht. Sie war stets sachorientiert und eine Bereicherung fürs Leben.“ Anfangs werde es nicht einfach sein, ohne diese Passion auszukommen. Ob weitere Mitglieder des Ortsrats Osterwald aufhören, bleibt abzuwarten.

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Hans-Joachim Höflich

Nicht mehr kandidieren wird auch Jörg Günther (CDU). „Mit 68 Jahren kann man guten Gewissens aufhören“, sagt der Oldendorfer. Er habe sich politisch betätigt, weil er etwas bewegen wollte und weil ihm Oldendorf am Herzen liege. Seit 1981 ist er Mitglied im Ortsrat Oldendorf und seit 1991 Mitglied im Gemeinderat Salzhemmendorf. Von 1991 bis 1996 sowie von 2001 bis 2004 war er Ortsbürgermeister von Oldendorf, hatte sein Amt dann aber aus Krankheitsgründen niedergelegt. Als Bürgermeister hat sich Günther unter anderem für den Neubau des Kindergartens Oldendorf eingesetzt. Wer seine Stelle im Ortsrat einnehmen wird, ist noch nicht entschieden. „Die Gespräche laufen noch“, so Eckhard Füllberg.

Fritz Köhne möchte das „Kandidaten-Karussell“ ebenfalls nicht mehr besteigen. „Ich bin 73 Jahre alt. Da wird es Zeit, aufzuhören“, betont der SPD-Politiker. Seit 1996 ist er Mitglied im Ortsrat Wallensen. 13 Jahre lang war er Ortsbürgermeister von Wallensen. Während dieser Zeit hat er sich unter anderem für den Erhalt des Freibads Wallensen eingesetzt und dafür gesorgt, dass die ehemalige Schule von Ockensen umfunktioniert wird in ein Dorfgemeinschaftshaus.

Ortsbürgermeister mit Herzblut: Walter Kramer kämpfte um den Erhalt des örtlichen Schwimmbades. Fotos (3): sto/Archiv (1)



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