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Konny Reimann - Vorzeige-Auswanderer in Wallensen

Wallensen (amg). Als Markenbotschafter für Halberstädter Produkte ist er unterwegs, aber eben nicht nur: „Du glaubst doch wohl nicht, dass ich bloß wegen der Würstchen hier bin“, sagt Konny Reimann, der Vorzeige-Auswanderer aus dem Fernsehen, mit einem Augenzwinkern, während er dieselben nebst Nudelsalat und Sauerkraut verputzt.

veröffentlicht am 15.11.2010 um 11:15 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 22:41 Uhr

konny
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Wallensen (amg). Als Markenbotschafter für Halberstädter Produkte ist er unterwegs, aber eben nicht nur: „Du glaubst doch wohl nicht, dass ich bloß wegen der Würstchen hier bin“, sagt Konny Reimann, der Vorzeige-Auswanderer aus dem Fernsehen, mit einem Augenzwinkern, während er dieselben nebst Nudelsalat und Sauerkraut verputzt. Er sei ja auch auf „Sabbel-Tour“ durch Deutschland, zum Auftakt des Camps in Wallensen sei man gemeinsam zu seiner Show nach Sehnde gefahren, erzählt er in herrlich breitem Hamburger Slang. Nee – so einer, der plötzlich anders redet, nur weil er in den USA lebe, so einer sei er nicht. Aber ein ziemlich loses Mundwerk, ja, das habe er – „was viele als proletenhaft bezeichnen.“ Das ärgere ihn schon ein bisschen. „Klar könnte ich über die Relativitätstheorie von Albert Einstein reden – aber wen interessiert das Thema? Ich bin ein Mann des Volkes. Meine Storys sind authentisch, und keiner redet mir rein.“ Authentisch, bodenständig, (tat-)kräftig, ehrlich, humorvoll – Qualitäten, die man sympathisch findet und die ihm eine Reihe von Werbeverträgen einbringen. „Ich bin ein interessanter Typ, war halt schon immer ein Unikat“, erklärt Konny Reimann trocken. Geschäftstüchtig ist der zum TV-Star avancierte Auswanderer, von dem es auch ein Kochbuch und einen Comic gibt, allemal. Auf dem Domizil „Konny Island“ am Moss Lake haben die Reimanns ein Ferienresort errichtet: 50 Prozent der Häuser seien übers Jahr ausgebucht. „Alles mit eigenen Händen hart erarbeitet“, fügt Konny hinzu. Mit dem Fernsehen werde man nicht reich. Nee, nur wer ackere, bringe es auch zu was. „Ich sag immer: Du kannst dich in den Himmel heben lassen, aber die Miete, die bezahlt dir keiner.“ Es seien weder wirtschaftliche noch berufliche Gründe gewesen, die ihn damals zum Auswandern bewogen haben: „Wir sind nicht geflüchtet, uns ging es in Deutschland gut, aber wir wollten einfach was Neues ausprobieren.“
 Alles bis ins Detail durchzuorganisieren, sagt Konny weiter, sei typisch deutsches Denken: „Wenn du auswandern willst, kannste das vergessen. Denn auch, wenn man meint, alles im Griff zu haben: Die richtigen Probleme fangen drüben an.“ Das Wichtigste sei, Arbeit zu haben, um etwas auf die Beine stellen zu können. Und weil die Leute sehen, dass er immer wie bekloppt malocht, sei er wohl auch so beliebt.
 Wie ein typischer Tag in Texas aussieht und was der Anlass für den Stopp in Wallensen war - das lesen Sie in unserer Printausgabe.



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