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Figur und neues Konzept sollen vor allem junge Besucher in den Hüttenstollen locken

„Konni Kohle“ weckt Neugier aufs Museum

Osterwald (sto). Im Hüt-tenstollen, dazu gehören das Besucherbergwerk und das neu gestaltete Museum, wird es künftig einen weiteren „Mitarbeiter“ geben. Sein Name ist „Konni Kohle“.

veröffentlicht am 29.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 23:41 Uhr

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Er heißt nicht nur so, er sieht auch so aus, besteht er doch hauptsächlich aus einem Klumpen Kohle – ausgestattet allerdings mit zwei Händen und dünnen Beinchen und, wie es sich für einen Bergmann gehört, natürlich mit derben Schuhen an den Füßen.

Vorerst gibt es den „Neuen“ im Museum jedoch nur als Grafik auf dem Papier. Dass er in absehbarer Zeit auch als Plüschtier oder Schlüsselanhänger erhältlich sein könnte, ist nicht ausgeschlossen. „Das allerdings hängt von unseren Finanzen ab“, sagt Hans-Dieter Kreft, Vorsitzender des Vereins zur Förderung des Bergmannswesens. Aber auch als „Papiermännchen“ hat Konni Kohle wichtige Funktionen. Er soll Kinder zu einem Besuch im Hüttenstollen motivieren und dem Bergmannsverein helfen, seine Ideen in die Tat umzusetzen. Derzeit seien etwa 40 Prozent der Besucher des Hüttenstollens Kinder und Jugendliche.

„Wir sind auf dem Weg, ein museumspädagogisches Konzept zu verwirklichen“, erläutert Kreft. Dazu gehöre, die Besuche im Hüttenstollen für Kinder so attraktiv und interessant wie nur möglich zu gestalten. So wolle der Verein die tief im Berg verborgenen Schätze und den damaligen Betrieb des stillgelegten Steinkohlebergwerks, die damit verbundene Glasindustrie und das einstige Ziegeleigewerbe lebendig werden lassen.

„Es soll ein Faltblatt für Kinder erstellt werden mit Informationen rund um die Kohle und deren Nutzung“, sagt der Historiker Olaf Grohmann. Und hier kommt Konni Kohle zum Einsatz. Der kleine Kerl habe die Aufgabe, die Kinder symbolisch an die Hand zu nehmen, um ihnen die Geschichte des „schwarzen Goldes“ zu erzählen und mit ihnen ein Quiz durchzuführen. Das ist der erste Schritt auf dem Weg zur Verwirklichung des Konzepts, sagt Hans-Dieter Kreft. Weitere Schritte sollen folgen. „Wir haben viele Ideen für das Konzept.“ Der zweite Schritt stehe such schon fest. So soll im kommenden Jahr Unterrichtsmaterial für die Schulen erstellt werden, um auch Schulklassen anzulocken. „Auf diese Weise könnte der Hüttenstollen zu einem außerschulischen Lernort werden“, meint der Vorsitzende. Nur selten werde das Besucherbergwerk von Klassen aus regionalen Schulen besucht. Eine Schulklasse aus Berlin hingegen komme regelmäßig, und zwar immer dann, wenn sie im Naturfreundehaus Lauenstein Quartier mache. Ausgebaut werden sollen darüber hinaus Angebote für Kindergeburtstage, die im Hüttenstollen bereits seit mehreren Jahren gebucht werden können. Mit einem Kindertag im Hüttenstollen, durchgeführt vom Bergmannsverein, dem Sportverein und der Feuerwehr, wurde bereits der Auftakt des museumspädagogischen Konzepts gefeiert. „Trotz des schlechten Wetters waren etwa 200 Besucher da“, sagt Kreft.

Auch wenn die Saison im Hüttenstollen an diesem Wochenende zu Ende geht, seien weiterhin Sonderführungen nach Vereinbarung möglich.

Unter Anleitung von Nils-Hendrik Grohmann versucht sich Finn (7) beim Hämmern. Bald wird die Figur „Konni Kohle“ (Grafik links) den Weg durchs Museum weisen.

Grafik: ravi-design/ Foto: sto



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