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Interesse in Osterwald offenkundig groß / Ehrenamtliche Bewirtschaftung eine Möglichkeit

Kommt eine Bier- und Weinstube?

Osterwald. Was hat Osterwald zu bieten, wo gibt es Probleme, wie wird das Dorf zukunftsfähig? Fragen über Fragen, auf die sich der Ortsrat im Rahmen eines sogenannten Bürgergesprächs Antworten erhoffte. Osterwald liege inmitten einer herrlichen Landschaft, hieß es. Es sei ein ruhiger „Sackort“ ohne lärmenden Durchgangsverkehr. Ein reges Vereinsleben für Alt und Jung sorge für eine intakte Dorfgemeinschaft. In einigen Vereinen spiele die Jugendarbeit sogar eine besonders wichtige Rolle, beispielsweise bei der Osterwaldbühne, im Sportverein und in der DLRG.

veröffentlicht am 25.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Osterwald sei aber auch ein Ort mit leer stehenden Häusern, die immer unansehnlicher würden. Auch fehle es an Gastronomie und einer Dorfkneipe. Die Schule sei vor vielen Jahren geschlossen worden, umso mehr müssten sich die Bürger für den Erhalt der von der Schließung bedrohten Grundschule im Nachbarort Oldendorf einsetzen. Dass es in Osterwald einen Kindergarten gebe, sei ein großer Anreiz für junge Familien. So sollte es auch bleiben. Um die Einkaufsmöglichkeit in Osterwald weiterhin zu erhalten, sollten sich die Bürger außerdem wieder mehr auf den Laden vor Ort besinnen.

Viele Anregungen und Kritikpunkte wurden bei diesem ersten zukunftsorientierten Dorfgespräch „Osterwald 2030“ laut. Eingeladen hatte der Ortsrat Osterwald. „Gemeinsam mit den Bürgern wollen wir Visionen für die Zukunft entwickeln und überlegen, was wir verbessern und erhalten müssen“, betonte Ortsbürgermeister Torsten Hofer. Die Zeit schien reif gewesen zu sein für eine Veranstaltung dieser Art, wie die gute Resonanz vermuten ließ. Die Cafeteria im Emil-Isermeyer-Haus platzte beinah aus allen Nähten. Unter der Moderation von Hellmuth Scheehl entstand eine lebhafte Diskussion um die Zukunft des Ortes. Viele Wünsche wurden genannt: ein Bürgerbus, eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, eine Auflistung von Leerständen, die Erstellung einer Imagebroschüre, ein breiteres Angebot kultureller Veranstaltungen, Lernwanderungen und andere Bildungsangebote. Ein Dorfspaziergang, ein Frühstück im Dorfgemeinschaftshaus, eine Leerstandsliste und die Erstellung eines Leitbildes gehören zu den ersten Themen, die von entsprechenden Arbeitskreisen in Angriff genommen werden sollen.

Dr. Johann Josef Hanels Vorschlag, im Ort eine Bier- und Weinstube ohne Imbiss einzurichten, die von ehrenamtlichen Kräften an vielleicht vier Tagen in der Woche bewirtschaftet werden könnte, stieß auf besonders großes Interesse. „Als Räumlichkeit würde sich das leer stehende Geschäft „Papierblume“ anbieten“, führte der Ideengeber aus. Ein festes Team von etwa 25 Ehrenamtlichen könnte sich bei der Bewirtschaftung abwechseln. Die Stube könnte in der Verantwortlichkeit des Vereins für Dorfentwicklung und Fremdenverkehr liegen. „In unserer nächsten Vorstandssitzung werden wir diesen Vorschlag besprechen“, betonte Vorsitzender Lutz Jaenicke.

Das zweite Dorfgespräch „Osterwald 2030“ soll in zwei bis drei Monaten stattfinden. „Teilnehmen sollten unbedingt auch Jugendliche, denn auf ihre Mitarbeit legen wir großen Wert“, appelliert der Ortsbürgermeister.



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