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Premiere der Osterwaldbühne mit der victorianischen Kriminalkomödie „Fünf Frauen und ein Mord“

Kniffliger Fall für Inspector Hollister

Osterwald. Hat die Osterwaldbühne ihren Charakter verändert? Statt der gewohnten spritzigen Dialoge ist die erste Szene eher schleppend, und Inspector Hollisters Verhör zieht sich in die Länge. Geht das nun 90 Minuten so weiter? Wäre ein Fernsehabend auf dem Sofa nicht vielleicht doch die bessere Alternative gewesen? – Bestimmt nicht, wie sich schon nach wenigen Minuten herausstellt. Der nüchterne Anfang war nämlich beabsichtigt. Nicht gleich die Zuschauer mit zu viel Wortwitz überhäufen. Eher handeln wie eine Eisenbahn, die immer mehr an Fahrt gewinnt. Sofort wird klar: Die Osterwaldbühne hat zum Glück doch nicht ihren Charakter verändert, und auch das Winterstück in gewohnter Erwartung und bester Qualität auf die Bühne gebracht. Das Publikum im kuscheligen Studiotheater war begeistert, wie der Szenenapplaus und schließlich der lang anhaltende Beifall am Ende der Aufführung zeigten. Auf den Punkt gebracht – die Premiere der victorianischen Kriminalkomödie „Fünf Frauen und ein Mord“ am Wochenende war ein voller Erfolg für das Bühnenteam, Spielleiterin Claudia Höflich und die Zuschauer.

veröffentlicht am 14.12.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Von Szene zu Szene festigten sich die Charakter der Darsteller, und immer größer wurde die Spannung. War Hausmeister Malcolms Treppensturz ein tödlicher Unfall oder ein Mord? Wenn ja – welche der fünf Frauen war die Mörderin? Oder waren es vielleicht sogar alle gemeinsam? Ein kniffliger Fall für den findigen Inspector Hollister, den Achim Schrader glaubwürdig auf die Bühne bringt. Immer mehr Widersprüche entdeckt er in den Aussagen der fünf Frauen. Jede von ihnen scheint eine besondere Beziehung zu dem Opfer gehabt zu haben. Ob die strenge Hausherrin Heartstone (überzeugend gespielt von Anja Simon), ihre „durchgeistigte“ Tochter Jane (charmant Valerie Kutscher), die herrische Haushälterin Mrs. Worthing (resolut Frauke Höflich), Vera Ratow, die Hausangestellte aus Breslau (emotional Alexandra Breutmann) oder das etwas beschränkte Dienstmädchen Ruby. Niemand traut ihr etwas Böses zu, und erst später stellt sich heraus, dass sie es faustdick hinter den Ohren hat. Ein wenig erinnert sie an die „Fromme Helene“ von Wilhelm Busch, der sie sogar ähnlich sieht. Rubys Rolle wird herzzerreißend mit viel Gestik und Mimik gespielt von Lisa Biskup.

Zum Inhalt des Stücks nach einer Novelle von Gladys Heppleworth: Auf dem Anwesen der Familie Heartstone geschieht ein tödlicher Unfall, dessen Umstände der Polizei verdächtig erscheinen. Inspector Hollister ermittelt, aber die fünf Frauen erschweren ihm seine Arbeit. So schnell wie möglich wollen sie ihn loswerden. Hollister aber lässt sich nicht beirren und kämpft sich durch Lügen, Intrigen und Geheimnisse. Seine Ermittlungen enden mit einem verblüffenden Ergebnis...

Das Winterstück wird gezeigt bis zum 23. Januar. Die meisten Vorstellungen sind bereits ausverkauft. Restkarten können telefonisch vorbestellt werden unter der Telefonnummer 05153/96069.

Das Winterstück im Studiotheater ist spannend und humorvollsto



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