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Mann am Ith lebensgefährlich verletzt / Einsatz für Höhenretter und Feuerwehr / Rettungshubschrauber landet

Kletterer stürzt an Steilwand ab

veröffentlicht am 25.09.2016 um 18:04 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 09:24 Uhr

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VON ULRICH BEHMANN
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Obwohl der 56-Jährige von seinem Freund an einem Sicherungsseil gehalten wurde, schlug er mit dem Kopf auf dem Felsgestein auf. Er habe sich offenbar sehr schwere Verletzungen zugezogen, schwebe in Lebensgefahr, sagte Polizeihauptkommissar Stefan Ketelhut.

Eine Notärztin aus Gronau und zwei Rettungsassistenten der DRK-Wache Hemmendorf versorgten das Opfer. Auch ein Rettungsteam der Schnellen Einsatzgruppe des Roten Kreuzes aus Marienau war im Einsatz. Höhenretter der Feuerwehr Oldendorf und weitere Freiwillige aus Wallensen und Levedagsen trugen den Verletzten so schnell es ging zum Rettungshubschrauber „Christoph 4“, der auf einer Wiese in der Nähe der Unglücksstelle gelandet war. „Wir mussten uns erst einmal einen Weg durch unwegsames Gelände bahnen“, berichtet der stellvertretende Gemeindebrandmeister Dirk Habenicht.

Offenbar waren vor einiger Zeit in einem schmalen Waldstreifen Bäume gefällt worden. Feuerwehrleute musste dicke Stämme und Äste wegräumen. Der abgestürzte Kletterer wurde derweil in eine Spezialtrage gelegt und dort fixiert. Acht Männer waren nötig, um die Schleifkorbtrage den steilen Hang hinunterzutragen. „Wir haben uns dabei immer wieder abgewechselt“, erzählt Habenicht. Zeit, sich selbst zu sichern, hatten die Helfer nicht. „Der Hubschrauber-Arzt hat gesagt, dass es schnell gehen muss.“

Die beiden Männer (47, 56) waren mit ihren Frauen zum Ith gefahren, um dort einen schönen Tag beim Klettern zu verbringen. Beide hatten ihre Helme dabei, gelten als erfahren. Als der 56-Jährige abstürzte, habe er jedoch keinen Helm getragen, sagte Ketelhut. Der Ermittler schildert den Unfallhergang so: „Der angeseilte Mann hatte den ersten Sicherungshaken eingeschlagen und war einen Meter höher geklettert, als seine linke Hand am Felsen abrutschte. Der Sportler drehte sich und fiel kopfüber nach unten. Der Sicherungsmann warf sich sofort rückwärts ins Seil, um auf diese Weise die Sturzgeschwindigkeit abzubremsen.“

Während sich Notärzte und Rettungsassistenten um den Schwerverletzten kümmerten, betreuten Ehrenamtliche der Schnellen Einsatzgruppe des Roten Kreuzes die geschockte Ehefrau.

Als die Helfer aus Marienau gerade fertig waren, wurden sie zu einem Verkehrsunfall nach Salzhemmendorf geschickt. Gemeinsam mit dem Leitenden Notarzt Dr. Michael Rosteck aus Hessisch Oldendorf, der sich noch auf dem Weg zum Steinbruch befand, behandelten sie eine schwer verletzte Fahrradfahrerin. Die 73-Jährige aus Lauenstein soll mit den Reifen in die Bahnschienen, die dort die Straße queren, geraten und zu Boden gestürzt sein. Das Opfer hatte sich erhebliche Verletzungen zugezogen. Es wurde zum Krankenhaus nach Gronau gefahren.



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