weather-image
28°

Wenn handwerkliches Geschick und Poesie eine Symbiose eingehen

Kleines Fest der Sinne

Osterwald. Die ersten Novembertage 1989 waren für Maria Kaluza in doppelter Hinsicht eine aufregende Zeit – zum einen wegen des Mauerfalls, den sie mit Spannung verfolgte, zum anderen aus privaten Gründen. Die Goldschmiedin, die ihr handwerkliches Geschick bei der Hamelner Goldschmiedemeisterin Ilse Ebert vervollständigt hatte, beschritt einen Weg, der ihr Leben völlig umkrempelte. Am Mittwoch, 1. November, wagte sie sich auf Drängen ihrer Lehrmeisterin in die Selbstständigkeit und eröffnete im Bergort in der Lilienstraße 14 eine Werkstatt für Schmuck- und Objektdesign. Mittlerweile besteht „MAKA“ seit 25 Jahren. Die dazugehörige Galerie gibt es seit 19 Jahren. Mehrmals im Jahr finden dort Ausstellungen statt. Das Besondere an Maria Kaluzas Schmuckkreationen: Die Schmuckdesignerin und ausgebildete Schmuckschamanin vereint handwerkliches Geschick und Poesie zu einer Symbiose. In jedem Unikat ist eine Botschaft verborgen, von der die Künstlerin durch ein Gedicht, einer Geschichte oder von persönlichen Erinnerungen und Erlebnissen inspiriert wurde. Einige Arbeiten beispielsweise sind entstanden nach Gedichten von Rainer Maria Rilke, Marie-Luise Kaschnitz, Else Lasker-Schüler, Mascha Kaléko oder des mongolischen Schriftstellers Galsan Tschinag, häufiger Gast in der Lilienstraße 14. Ihre poetischen Kreationen haben im Laufe der Jahre einen großen Anhängerkreis gefunden. Ebenso ihre Ausstellungen, die immer unter einem anderen Motto stehen und jedes Mal mit einem kleinen Fest der Sinne eröffnet werden. Die jüngste Ausstellung, die dem 25-jährigen Bestehen der Werkstatt gewidmet ist, steht unter dem Motto „Beflügelt – Engel mit uns“. Die Gastgeberin zeigt eigene Schmuckunikate, Acrylbilder und Collagen, in denen Engel die Protagonisten sind – beispielsweise der „Engel der Vollendung“, der „Engel der „Zeitgeschehnisse“ oder der „Regenbogenengel, der den Schmerz wandelt“. Eine traumhafte Kette mit Regenbogenmondsteinen und einem kleinen Brillanten hat Marie Kaluza dem Engel des Lichts gewidmet. Engel seien kraftvolle Wesen. „Sie beflügeln mich und schenken mir Energie für meine Arbeit“, betonte die Schmuckschamanin in der Vernissage, die musikalisch begleitet wurde von Waskhar Schneider und Volker Kaczinski. Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 28. Januar immer donnerstags von 10 bis 12 Uhr sowie von 16 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. sto

veröffentlicht am 11.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:21 Uhr

270_008_7559393_lkcs103_1111.jpg


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?