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Fusion auch bei den Finanzen vollzogen

Kirchenkreise beenden ihre Doppelstrategie

Coppenbrügge/Salzhemmendorf. „Nicht Zahlen, sondern der Geist bestimmt unser Tun“, gab der Vorsitzende des Kirchenkreistages Hildesheimer Land-Alfeld, Christoph Bauch, die Richtung bei der Verabschiedung des Haushaltsplans für die Jahre 2013 und 2014 vor. Mit einem Gesamtvolumen von über 16,3 Millionen Euro hat sich der Etat gegenüber den Vorjahren verdoppelt. Grund dafür ist die Trägerschaft für die 21 evangelischen Kindertagesstätten zwischen Coppenbrügge und Söhlde, die der Kirchenkreis im vorigen Jahr übernommen hat. Die Kitas schlagen mit rund acht Millionen Euro zu Buche.

veröffentlicht am 04.07.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:41 Uhr

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Unterm Strich sind die geplanten Einnahmen und Ausgaben des Kirchenkreises ausgeglichen. Es war ein kritischer Geist, der sich intensiv mit dem Zahlenwerk beschäftigte, bevor die Mehrheit ihre Zustimmung gab. Für Verunsicherung sorgte vor allem die Tatsache, dass die Rechnungsabschlüsse der Jahre 2011 und 2012 noch nicht vorliegen. Der neue Haushaltsplan ist ein Entwurf, der auf der Hoffnung beruht, dass frühere Zahlenspiele aufgegangen sind. „Wir sind alle miteinander ein ganzes Stück weit im Blindflug“, räumte Pastor Thomas Müller aus Salzhemmendorf ein, der dem Finanz- und Planungsausschuss vorsteht. Ursache ist ein neues Buchungssystem, das die Landeskirche einführt. Die Umstellung auf die sogenannte Doppik hat die Verwaltung im Kirchenamt vor unerwartete Probleme gestellt. Der Haushalt sei aber so gestrickt, dass im Zweifelsfall mehr Geld zur Verfügung stehen werde als geplant und keinesfalls zu wenig.

In einem Punkt wird sich die Haushaltsführung des Kirchenkreises in Zukunft immerhin vereinfachen. Nach der Fusion der Alt-Kirchenkreise Alfeld und Hildesheimer Land zum 1. Januar 2011 hatte es Befürchtungen gegeben, dass der damals finanziell weniger gut aufgestellte Alfelder Bereich Personalkosten aus Rücklagen des Hildesheimer Landes begleichen könnte. So gab es zwar nach der Fusion einen gemeinsamen Etat, doch es wurde weiterhin getrennt Buch geführt. Nun beschloss der Kirchenkreistag einstimmig ein Ende der doppelten Rechnungsführung: Durch eine Rosskur haben die Gemeinden des Alfelder Amtsbezirks ihre Probleme bei den Personalkosten in den Griff bekommen, beide ehemals getrennten Bereiche wirtschaften kostendeckend, so dass es mit einer gemeinsamen Finanz- und Stellenplanung weitergehen kann.ran



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