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Fremdsprachen spielend erlernen

KGS Salzhemmendorf führt Projekt „Sprachendorf“ durch

SALZHEMMENDORF. Was zuerst vielleicht eher nach einem Spiel aussah, hatte aber einen tieferen lernpädagogischen Hintergrund. Es diente dazu, die 170 Schüler des gesamten 8. Jahrgangs in ihren englischen und französischen Sprachkenntnissen anhand lebensnaher Situationen zu festigen. Ulrike Walther, Fachbereichsleiterin in Fremdsprachen, hat zusammen mit den anderen Englisch- und Französischlehrern dieses Projekt ins Leben gerufen – allerdings nicht zum ersten Mal an der KGS in Salzhemmendorf.

veröffentlicht am 28.02.2018 um 19:36 Uhr
aktualisiert am 28.02.2018 um 21:40 Uhr

Im Forum fanden die Vorbereitungen für das Sprachendorf statt. Foto: gs

Autor:

Günther Spätlich
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Die Idee wurde von anderen Gesamtschulen übernommen. „Obwohl die Vorbereitungen für das Sprachendorf sehr arbeits- und zeitaufwendig seien, können wir jeder Schule nur empfehlen, so ein Projekt durchzuführen. Es lohnt sich, denn das spielerische Erlernen lebensnaher Situationen bleibt den Schülern im Gedächtnis“, bilanziert die Lehrerin.

Für einen Tag wurden einige Klassenräume der KGS in ein „Sprachendorf“ namens Los Angeles verwandelt. Los ging die fiktive Reise im Forum der KGS mit dem Abflug nach L.A. – „Amtssprachen“ am Start und an allen Stationen waren ausschließlich Englisch und Französisch, sogar der Versuch in Latein war diesmal dabei. Durchlaufen werden mussten verschiedene Stationen – dort gab es dann zum Beispiel die Möglichkeit, in einem der beiden Restaurants essen zu gehen, einen Kinofilm im „Beverly Cinema“ anzusehen, im Hotel einzuchecken, eine Postkarte zu schreiben oder in der Karaoke-Bar mit anderen Stars zu singen.

Wie immer stand auch das Team des „Hollywood Hospital“ für Notfälle bereit. Nach erfolgreicher Behandlung gab es in der „Pharmacy“ noch die entsprechenden Medikamente. In der „Wall of Fame“ konnten sich die Gäste in Hollywood mit ihrer Unterschrift verewigen und natürlich auf dem roten Teppich professionell fotografieren lassen. Um einen möglichst angenehmen und reibungslosen Aufenthalt zu gewährleisten, gab es neben Polizei und Sicherheitsdienst noch ein Gefängnis.

Fiktiver Abflug von Salzhemmendorf nach Los Angeles auf Englisch und Französisch. Foto: gs
  • Fiktiver Abflug von Salzhemmendorf nach Los Angeles auf Englisch und Französisch. Foto: gs

Pädagogisch gesehen sind die in dem Projekt „Sprachendorf“ 13- bis 14-jährigen Schüler gefordert, ihre im Unterricht erworbenen Sprachkenntnisse in allen möglichen Alltagssituationen umzusetzen. Sie seien an keine Textvorlagen gebunden, sondern können frei drauflosreden – ohne hinterher benotet zu werden. Dabei merkte man ihnen durchaus an, Freude am Geschehen zu haben. Selbst bei nicht gestellten Situationen, in denen sich die Schüler unbeobachtet wähnten, benutzten sie die Fremdsprache.

Neben den Englisch- und Französischlehrern waren auch in diesem Jahr Oberstufenschüler als Experten an den verschiedenen Stationen im Einsatz. Lediglich einmal traf der unbeteiligte Beobachter auf irritierende Blicke. Als die Schüler aufgefordert waren, eine Postkarte zu verschicken, wussten sie erst gar nicht, was diese steinzeitliche Form der Kommunikation ist. Heute gibt es scheinbar nur noch Facebook, Twitter, WhatsApp oder E-Mail.

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