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Warum der Mittagstisch des Familienzentrums bei Senioren so beliebt ist

Keine Woche ohne MiMi

Coppenbrügge. Seit fast einem Jahr bietet das Familienzentrum evfa in Coppenbrügge jeden Mittwoch mithilfe finanzieller Förderung durch das Diakonische Werk der Landeskirche ein Mittagessen für jedermann an. Der Name ist Programm: MiMi – MittwochMittag. Vor allem Senioren sind begeistert – nicht in erster Linie über gutbürgerlichen Burgunderbraten, Nudel- und Schnitzelvariationen, Milchreis, Hähnchen- oder Chinapfanne zum Schnäppchenpreis von 2 Euro, sondern über die Geselligkeit bei der gemeinsamen Mahlzeit. MiMi ist für viele nach zögerlichem Beginn über Mundpropaganda im Flecken und in der Vielfalt des evfa-Veranstaltungsangebotes zum ultimativ unverrückbaren Termin im Wochenplan geworden.

veröffentlicht am 28.03.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:21 Uhr

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Autor:

Ingrid Stenzel
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Montags Reste vom Wochenendbraten, ab Dienstag Diverses bis zum Freitagsfisch, samstags Eintopf aus den Resten der Woche auf dem Mittagstisch im Kreise der Familie war gestern bis vorgestern für Senioren von heute. Heute schnitzele sie sich ein- bis zweimal pro Woche einen kleinen Salatkopf auf den einzigen Teller, holt sich dienstags ein halbes Hähnchen vom Verkaufswagen, kocht regelmäßig einen Eintopf („weil er für zwei Tage reicht“) oder rührt sich ein Omelett in die Pfanne, sagt Gertrud Junker (84). Ihr Mittagessen ist wie das aller anderen Gäste an allen Wochentagen außer mittwochs immer noch zum überwiegenden Teil in der eigenen Küche selbst gekocht. Was auf den Teller kommt, ist ernährungswissenschaftlich gesund, lecker und somit mehr als nur gut gegen den Hunger – aber das Essen am Tisch ist in Zeiten des demografischen Wandels zunehmend eine eher einsame als gesellige Angelegenheit.

Dass gemeinsam alles besser schmeckt und die Geselligkeit am Tisch nicht nur bei Senioren Fitness für Körper, Geist und Seele sowie Zufriedenheit fördert, ist ein uralter Hut. Sabine Freitag, Leiterin des Familienzentrums evfa in Coppenbrügge, hat Konsequenzen gezogen und ein außerordentlich erfolgreiches Projekt angerührt: MiMi lässt sich seit knapp einem Jahr niemand, der einmal mit am Tisch saß, entgehen. 10 bis 20 Gäste, sozusagen gesellig jung gebliebene, kontaktfreudige Senioren, altersmäßig diesseits und jenseits der 70er-Schwelle, treffen sich mittwochs ab 11.30 Uhr am gedeckten Mittagstisch in der „Guten Stube“ des evfa. Um 12 Uhr kommt das aus dem Okal-Park Café und Restaurant Lauen-stein gelieferte Essen auf den Tisch.

„Eine wunderbare Idee von Sabine Freitag“, sagen Ulla Hasselwander, Christa Dankert, Annelore Berger, Anne Gerlach und Heinz-Dieter Rode zwischen zwei Gabeln Gemüselasagne beziehungsweise Würstchengulasch an diesem Mittwoch. Selber kochen sei nicht ihr Problem, aber in der Gemeinschaft genießen, reden, klönen, Neuigkeiten austauschen, das eben fehle zu Hause. MiMi, weiß Sabine Freitag, könne sich von der gemeinsamen Zubereitung des Nachtisches über Eindecken und Dekorieren, Servieren bis zum Abräumen und Einräumen in die Geschirrspülmaschine manchen Mittwoch zeitlich ganz schön hinziehen. MiMi sei eben keine „Fast Food-Husche“ – sondern eine „Familienangelegenheit“ im ureigensten Sinne des evfa; und dafür solle man sich Zeit nehmen. Auf dem Speiseplan (im Schaukasten ausgehängt) stehen immer zwei Gerichte zur Auswahl, eins davon als vegetarische Alternative. Wer also mittwochs mitessen möchte – eingeladen sind alle Generationen – kann sich jeweils bis Montagnachmittag im evfa entweder im Büro bei Sabine Freitag direkt, telefonisch (05156/7856926) oder per E-Mail unter evfa-coppenbruegge@web.de anmelden.



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