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Blick in die Zukunft: Tag der offenen Tür in der Freien Schule Weserbergland

Keine Noten, kein Druck

Coppenbrügge/Weserbergland. Zum kommenden Schuljahr wird die Bildungslandschaft im Weserbergland erstmals durch ein alternatives Angebot zur Regelschule erweitert: durch die Freie Schule Weserbergland (wir berichteten). „Endlich“, sagen viele Eltern von angehenden Abc-Schützen. „Wird höchste Zeit“, meint der Verein „Rahmengeber und Perlentaucher“, um wirklich allen Elternansprüchen und -vorstellungen an und von Schule gerecht zu werden. Die in der Elterninitiative Freie Schule Weserbergland engagierten Rahmengeber und Perlentaucher laden bereits vor dem offiziellen Start im September zu einem Tag der offenen Tür in die zukünftigen Klassenräume der „Freien“ in die Spiegelbergschule nach Coppenbrügge ein. „Wir wollen Eltern und Kindern zeigen, wie das Schulleben tatsächlich bei uns stattfinden soll“, sagt Sandra Richards, selbst Mutter und Erlebnispädagogin. Denn viele Eltern, so ihre Erfahrung nach etlichen Gesprächen und Informationsabenden, hätten immer noch Angst und seien unsicher, ihr Kind anzumelden, obwohl ihnen das Regelschulsystem „nicht so ganz recht“ sei.

veröffentlicht am 19.03.2014 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 16:41 Uhr

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Autor:

Ingrid Stenzel
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„Wir wollen eine Schule, die Spaß macht“

Das Schulsystem, in dem die Elterngeneration selbst groß geworden sei, habe bei Müttern und Vätern von heute Spuren hinterlassen – mit nicht nur positiven Auswirkungen, von denen fast täglich in den Medien berichtet werde. „Dennoch fehlt Eltern leider häufig das Vertrauen, dass ihr Kind auch nach den ersten fünf Lebensjahren noch aus eigener Motivation weiterlernen möchte.“

Für Sandra Richards ist das unverständlich. „In den ersten fünf Lebensjahren, die rein rechnerisch immerhin ein Drittel der Kindheit ausmachen, lernen Kinder mit ureigenster Begeisterung täglich – und zwar gänzlich aus eigener Motivation! Wörter, Wort- und Satzbildung, grammatikalische Regeln, Zählen und vieles mehr.“ Kleine Kinder seien Selfmade-Genies im Lernen, weiß sie aus eigener, nicht nur beruflicher Erfahrung. Und dieses einmalige Lerntalent dürfe nicht durch strenge Anleitungen, genaue Vorgaben, Kontrolle und Druck aufs Spiel gesetzt werden. „Denn alle Kinder wollen doch von Geburt an immer lernen – nur eben jedes auf seine Weise.“

Woran die Freie Schule anknüpft: „Keine Noten, keine Hausaufgaben, kein Druck, deshalb keine Frustration bei Kindern, Eltern und Lehrern, sondern Schule, die Spaß macht, wo Kinder aus eigener Motivation heraus mit Erfolgserlebnis bei individueller Unterstützung durch ein kompetentes Lehrteam lernen – wo sie sich seelisch und körperlich gut aufgehoben fühlen.“ So erklärt Richards die Grundidee der Freien Schule Weserbergland, die schon Anmeldungen aus der ganzen Region Hameln-Pyrmont bis ins Schaumburger Land registriert.

Wer sich eine konkrete Vorstellung von Projektangebot und Schulalltag im ersten Schuljahr ab September machen möchte, ist am Sonntag, 23. März, in die Spiegelbergschule (Coppenbrügge, Schulstraße 1) eingeladen. „Noch sind Plätze frei“, so Richards. Das Rahmenprogramm beginnt um 14 Uhr mit verschiedenen Workshops zu Themen wie „Physik zum Anfassen“, „Wohin mit überschüssigen Energien“, „Bogenschießen“, „Theater und Schauspiel“ und mehr. Die Eltern können die Räumlichkeiten besichtigen und sich einen Eindruck von den Lernmaterialien für Mathe, Deutsch und kreative Bereiche verschaffen. Um 15 Uhr gibt es in der Aula einen Vortrag, wie das Lernen an der Freien Schule funktioniert, und Eltern haben die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Mehr Infos gibt es im Internet auf der Homepage (www.freie-schule-weserbergland.de), per E-Mail: info@freie-schule-weserbergland.de oder telefonisch unter der Rufnummer 05153/803253 (Sandra Richards).



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