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Heidrun Blank malt alles, „was ich sehe und schön finde“

Kein Tag ohne Pinsel und Kellerglück

Coppenbrügge. Sie durchbohrt ihr Gegenüber seit einigen Tagen täglich eine Stunde lang mit strengem Blick von der „Leinwand“ aus kugelrunden Eulenaugen – Heidrun Blank legt den Pinsel aus der Hand. Um sie und die „Eule im Werden“ herum: Stillleben, Rotkehlchen und Blaumeisen an Blütenzweigen, Blumenarrangements, Liesel Karlstadt, Karl Valentin, Landschaften – alles auf Keilrahmen, im ganzen Haus verteilt etwa 50 von geschätzten 150 Bildern, die die „Fast-Urcoppenbrüggerin“ im Laufe der letzten 10 Jahre gemalt hat. Diese tägliche Abendstunde in ihrem Kelleratelier, die sie ganz ungestört für sich alleine mit Pinsel und Farbe habe, sagt die Hobbykünstlerin, sei unverzichtbar für ihre seelische Ausgeglichenheit – schon seit Jahren, schon seit jenen Zeiten, als die Kinder, die heute längst erwachsen sind, noch klein waren. Bedingungslos fester und akzeptierter Termin im Familientagesplan. Hände ohne Bewegung neben Gartenarbeit, Ausgehen, Häkeln oder Engagement in diversen Vereinen gehe gar nicht. „Dann werde ich unruhig. Und dieses wunderbare Hobby Malen, das mich schon als Kind faszinierte“, sagt die 66-Jährige, „habe ich vor Jahren wiederentdeckt und -aufgenommen. In diesem Jahr feiere ich mein Zehnjähriges.“ Nach anfänglichen Bleistift- und Scriptolarbeiten habe sie zur Aquarellmalerei gefunden und schließlich in der Gruppe „BISP-ART“ in Bisperode die Acrylmalerei als „mein Ding“ entdeckt. „Es ist fast wie eine positive und leidenschaftliche Sucht: Einfach alles, was ich sehe und schön finde, muss ich malen.“ Die Inspiration für ihre Bilder findet sie überall: auf Fotos, Kalenderblättern, Zeitschriften, bei täglichen Begegnungen und in der Phantasie. Ausgestellt wurden ihre Werke bereits auf dem Herbstmarkt in Bisperode, bei der Künstlergruppe „BISP-ART“ und im Hotel/Restaurant „Felsenkeller“, beim „offenen Schaufenster“ und „Kunstwege 2011“ in Hameln. Und wer nicht auf die nächste Ausstellung der „Kunstfreunde Hameln“, denen sie sich angeschlossen hat, warten mag, ist jederzeit in ihre saisonal wechselnde Dauerausstellung zu Hause im Felsenkellerweg 7 eingeladen. Dort donnert der Glacier-Express durch das Wohnzimmer, wo im Sommer die Toskana an der Wand lockt; im Essbereich hat die Amaryllis fedrige Gräser verdrängt, im Flur pickt die Drossel verschneite Vogelbeeren, wo vor Monaten Gänseblümchen voll im Saft standen und Acryl-Blaumeisen zwitscherten…

veröffentlicht am 23.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:21 Uhr

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Autor:

Ingrid Stenzel


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