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Nach etlichen Jahren wieder Grenzbeziehung in Behrensen

Kanonendonner war rein freundschaftlich gemeint

Behrensen (ist). Vor wie vielen Jahren die Grenzlinie in ihrem heutigen Verlauf festgelegt wurde, wusste niemand aus dem 60 Mann, Frau, Kind und Hund starken Tross der Behrenser Grenzbezieher an diesem Tag so ganz genau. Vage auch die Datierung der letzten Grenzbeziehung: möglicherweise vor 15 bis 20 Jahren. Grund: Die Behrenser und ihre Grenznachbarn pflegten, solange man denken könne, ein harmonisch-friedfertiges Miteinander. Säbelrasseln und schweres Geschütz seien daher nicht zu erwarten, sagten Friedel Paulmann vom Dorfverschönerungsverein ebenso wie Willi Rose und Carsten Krüger von der Jagdgenossenschaft Behrensen als Organisatoren der Grenzbeziehung schon vor dem Abmarsch. Ganz ohne Kanonendonner wollten es die Klein Hilligsfelder unter Führung von Werner Scheele (Forstgenossenschaft) und Friedrich Wilhelm Börner (Realgenossenschaft) dann allerdings doch nicht belassen und schlossen sich mit herzhaft freundlichem Salut aus dem Blechrohr den Behrensern und ihren Nachbarschaftsdelegationen aus Diedersen mit Michael Krüger (Heimatverein und Ortsrat), Herkensen mit Eberhard Brinkmann (Realgenossenschaft) und Bisperode auf Grenzwanderschaft an. Nach Abmarsch am Schweineplacken und Wurstvesper unter dem historischem Eisenbahntunnel zwischen Eichberg und Behrensen, der 1945 als Versteck für die Siedlungsbewohner vor den heranrückenden Amis gedient hatte, führte der Weg zur Feldküche aus der Suppenkelle der Brünnighäuser Reservisten auf Paulmanns Hof. Erstmalig in der Geschichte der Behrenser Grenzbeziehungen wurden dort durch die Vertreter der Nachbardörfer Verträge zum „Grenzfeststellungsbeschluss“ für die urkundliche Geschichtsschreibung unterzeichnet und überreicht.

veröffentlicht am 21.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 20:21 Uhr

Kein Schlachtgetümmel, sondern harmonischer und gut gelaunter Wa
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Am Eisenbahntunnel gab es die Vesper.
  • Am Eisenbahntunnel gab es die Vesper.

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