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Mehrheitsgruppe will Zukunftsfähigkeit des aktuellen Modells überprüfen lassen

Kann der Flecken Kita-Träger sein?

Salzhemmendorf. Die fünf Kinderbetreuungseinrichtungen im Flecken Salzhemmendorf leisten „hervorragende“ Arbeit, wie die politische Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und der freien Wählergemeinschaft ausdrücklich betont – Doch es gibt ein Aber. Denn die Einrichtungen stehen unter der Leitung von drei unterschiedlichen Betreibern. Die Politiker stellen sich die Frage, ob diese Konstellation auch in Zukunft bestand halten kann und den wachsenden Anforderungen in der Kinderbetreuung standhalte – Daher fordern sie in einem Antrag die Verwaltung auf, verschiedene Aspekte der Kinderbetreuung zu prüfen. „Damit wir wissen, welche Wege die Politik gehen kann, wenn Veränderungen entstehen. Denn die Aussage ’es läuft doch alles gut und wenn etwas passiert dann reagieren wir eben‘ geht nicht“, sagt der Vorsitzende der Grünen Ratsfraktion Karsten Appold.

veröffentlicht am 12.02.2016 um 11:18 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:51 Uhr

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Autor:

von MAike Lina Schaper
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Als Beispiele für die gestiegenen Anforderungen nennen Appold und die Vertreter der SPD-Fraktion Walter Kramer, Karl-Heinz Grießner und Petra Haehnel die Einrichtung von Krippen- und Langzeitangeboten, die Anforderungen der Inklusion, die Erfüllung von Personalstandards, den Zuzug von Migrantenkindern und auch den gestiegenen Personalbedarf auf einem Arbeitsmarkt mit einem Mangel an Fachkräften. Auf all das müssten die Kita-Leitungen schnell reagieren können – ob alle Träger das dauerhaft schaffen, daran hegt die Mehrheitsgruppe Zweifel. Derzeit seien die Kindertagesstätten nicht zuletzt wegen der Aufnahme von Flüchtlingskindern voll. „Es ist aber keineswegs so, dass nun Familien abgewiesen werden und Mühe haben, einen Kita-Platz zu bekommen“, betont Appold.

Die Kindertagesstätten in Salzhemmendorf und Wallensen sind jeweils in der Hand eines eigenen Vereins, der die Trägerschaft übernommen hat. Hier sorgt sich die Mehrheitsgruppe vor allem darum, ob diese jederzeit eine engagierte und sachkundige Person für den Vorstand gewährleisten können. Bei den drei Einrichtungen in kirchlicher Trägerschaft – Osterwald, Oldendorf und Lauenstein – liegt der Knackpunkt für die Kommunalpolitiker in der Größe des Trägers und einer vermeintlich mangelnden Flexibilität wenn es darauf ankommt, auf Veränderungen in einer einzelnen Einrichtung einzugehen.

Für die Mehrheitsgruppe bedarf es daher „zunehmend einer zentralen Steuerung“. Daher fordert sie in ihrem Antrag zur „Struktur und Koordination der Kinderbetreuung“ die Verwaltung auf, zunächst aus ihrer Sicht die Steuerungsmöglichkeiten der Kinderbetreuung zu bewerten. Die Mehrheitsgruppe hält es für möglich, dass die Betreuungsstätten in Zukunft selbst von der Gemeinde betrieben werden könnten – beispielsweise in einer Betreibergesellschaft. Auch hier soll die Verwaltung Vor- und Nachteile sowie finanzielle Auswirkungen prüfen. 1,2 Millionen Euro koste die Kinderbetreuung den Flecken Salzhemmendorf nach Angaben der Gemeindepolitiker derzeit bereits. „Eventuell gibt es finanzielle Modelle, die sich günstiger darstellen lassen“, äußern sie ihre Hoffnung.

Die Kindertagesstätte „Stoppelhoppser“ zwischen Thüste und Wallensen wird vom Verein „Kindergarten Ortschaft Wallensen“ getragen. Dieser ist einer von drei Kita-Trägern in der Gemeinde. Wal



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