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Französische Freunde aus der Partnergemeinde Marolles-en-Hurepoix in Coppenbrügge zu Gast

„Käse satt“ und Rotwein zum Frühstück

Coppenbrügge (ist). „Denkt ja an ‚Käse satt‘ auf dem Tisch, ansonsten und überhaupt haltet alles so deutsch wie möglich – macht euch bloß keinen Kopf“, hatten die Mitglieder des Freundeskreises Marolles geraten – allesamt alte Gastgeberhasen für die Freunde aus der Partnergemeinde Marolles-en-Hurepoix. Wie jedes zweite Jahr seit 1994, stand am Himmelfahrtswochenende der Besuch der Franzosen bei den Coppenbrüggern bevor. Die Meyers aus Herkensen beherbergten zum ersten Mal Gäste aus Marolles. Auch wenn dem Meyerschen Hof Gastlichkeit durchaus nicht fremd sei, so ganz ohne Plan ging es dann doch nicht. Franzosen habe man schließlich nicht alle Tage zu Gast, meinte Susanne Conrad-Meyer in den letzten Wochen vor Himmelfahrt und machte sich an die Herrichtung der Gästezimmer sowie die Zusammenstellung der Auswahl für die Käseplatte. Tochter Franziska (10) sah wegen mangelnder Sprachkenntnisse dem Wochenende einigermaßen verunsichert entgegen, und Katharina (13) zweifelte, ob sie sich verständlich machen könne mit ihren zwei Jahren Französischunterricht in der Schule. Mit vier Jahren Unterricht ist Viktoria (14) der Französischjoker in der Familie. Die Eltern stehen beide dem Englischen näher. „…und wenn es mir zu bunt wird, gehe ich zur Jagd….“, scherzte Andreas, der in dem Besuch der vierköpfigen Familie mit Julie (13) und Guillaume (7) aber ebenso wie Ehefrau Susanne eine wertvolle Chance sowie kulturelle Bereicherung für die Töchter sah. Nach den drei gemeinsamen Tagen in der deutsch-französischen Großfamilie mit 26 Marollern und meist ebenso vielen Coppenbrüggern sehen sie sich mehr als bestätigt, auch wenn mehr englisch als französisch gesprochen wurde: Ob bei Stadtbesichtigung und Duftspaziergang durch Holzminden, Picknick vor den Lehmhäusern oder Führung durch die Porzellanmanufaktur in Fürstenberg, beim Rundgang durch Coppenbrügge mit Führung, Museumsbesuch und kleinem Umtrunk mit Keilerschluck im Burginnenhof – Franzosen aus einer Reihenhaussiedlung, 60 Kilometer von Paris entfernt, genießen mit den Coppenbrüggern das ländliche Umfeld 40 Kilometer vor Hannover an einem vergnüglichen, multikulturellen Wochenende. Und wenn sich die Kommunikation auch nicht immer sprachlich korrekt gestaltete, so doch gestisch in wachsender Kreativität.

veröffentlicht am 25.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 05:21 Uhr

Deutsch-französische Freundschaft bei der illuminierten Ratte au


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