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Von wegen Nachwuchssorgen: Projektchor startet durch / Vielfalt als Erfolgsrezept

Junger Profi-Musiker schließt eine „Marktlücke“

Lauenstein. Weit und breit plagen sich viele Gesangvereine mit Nachwuchssorgen. Da mag es wenig sinnvoll erscheinen, einen neuen Chor ins Leben zu rufen. Jan Meyer hat es trotzdem gewagt und vor einigen Monaten in der Dewezet einen Aufruf zum offenen Singen gestartet. Es meldeten sich rund 60 Leute. Das Projekt „Spaß am Singen“ war geboren. Abschluss sollte ein Konzert sein.

veröffentlicht am 27.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 00:21 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Aber es kam anders. Das Konzert findet zwar am 8. Dezember statt, aber es ist nicht das Ende, sondern vielmehr der Anfang eines Chores, der sich derzeit schlicht und einfach „Nikolai-Popchor“ nennt, in Kürze aber umbenannt werden soll. „Noch haben wir keinen passenden Namen gefunden, der uns gefällt“, sagt Jan Meyer. Dass der aus einem Projekt entstandene Chor nun richtig durchstarten will, liegt an dem „harten Kern“ von rund 45 Sängerinnen und Sängern, die nicht auf das Singen in der ungewöhnlichen Runde verzichten möchten. Ungewöhnlich deshalb, weil Menschen im Alter von elf bis Ende 60 etwas gemeinsam tun.

Noch eine Besonderheit: Chorleiter Jan Meyer ist erst 23 Jahre alt, und schon hören alle auf sein Kommando. Das Band, das diese unterschiedlichen Menschen zusammenschweißt, ist die Freude an der Musik. Ihr klangvolles Ergebnis präsentieren sie am Sonntag, 8. Dezember, in der St.-Nikolai-Kirche, Lauen-stein, um 17.30 Uhr, bei dem großen eintrittsfreien Ad-ventskonzert von Klassik bis Pop in der Konzertreihe „Orgelpunkt“. Weitere Mitwirkende sind die „Saale Pop-Band“ sowie das „Sonorus Quartett“ aus Hannover mit Laura Bohne (Sopran), Jasmin Wander (Alt), Jan Meyer (Tenor) und Frederik Botthoff (Bass) der Musikhochschule Hannover.

Die Konzertreihe „Orgelpunkt“ wurde 2011 von Jan Meyer ins Leben gerufen. Und es scheint eine „Marktlücke“ im Gemeindeverband Saaletal gewesen zu sein, denn die Resonanz ist mit steigender Tendenz mehr als zufriedenstellend. „Bei jedem Konzert haben wir 50 bis 70 und manchmal sogar noch mehr Zuhörer“, freut sich der Kirchenmusiker. Ebenso fest etabliert und erfolgreich wie der Orgelpunkt ist die Konzertreihe „Saaletaler Orgelrundfahrt“, die Meyer gemeinsam mit Henning Renner durchführt.

Wie könnte wohl das Er-folgsrezept beider Konzertreihen lauten? „Ich denke, es ist die musikalische Vielfalt“, betont Jan Meyer. Dieser bunte Mix wird auch das Konzert am 8. Dezember prägen. Geboten werden kirchliche Lieder, Jazz, Stücke von Johann Sebastian Bach bis hin zu Michael Jackson sowie von „Tochter Zion“ bis zu „White Christmas“. Ebenso vielfältig wie die Konzerte sind die musikalischen Aktivitäten Jan Meyers. Außer in den genannten Chören wirkt er mit als Bandleader und Pianist in dem Gospelchor „The Voices of Freedom“, als Keyboarder von „Young Voices and Gospel“ und er ist der Organist in dem Duo „Cordae Organi“, um nur einige seiner Funktionen zu nennen. Der gebürtige Lauensteiner fungiert als Kantor und Organist im Gemeindeverband Saaletal.

Er hat als Ausbildung den D-Schein für nebenamtliche Organisten sowie den C-Schein für nebenamtliche Kirchenmusiker erworben. Meyer, Musiker aus Leidenschaft, studiert Musik (Hauptfach Orgel) und evangelische Theologie/Religionspädagogik an der Hochschule für Musik, Theater und Medien sowie am Institut für Theologie und Religionswissenschaft der Leibniz Universität Hannover. 2009 erhielt er das Orgelstipendium der evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover. Auch ist er Stipendiat der Stiftung der Deutschen Wirtschaft und der Robert-Bosch-Stiftung. Im Alter von sieben Jahren wurde durch ein Keyboard seine Leidenschaft für die Musik entfacht.

Mit der Gründung des Nikolai-Popchores möchte er viele Menschen an seiner Freude für die Musik teilhaben lassen. „Wer Spaß am Singen hat, ist bei uns willkommen“, appelliert Jan Meyer.

Der Chor trifft sich zurzeit regelmäßig jeden Montag von 19.30 bis 21 Uhr zur Probe in der St.-Nikolai-Kirche, Lauenstein.

Engagiert und professionell:

Jan Meyerbei der Chorprobe in der St.-Nikolai-Kirche Lauenstein – am Keyboard und bei Lockerungsübungen ge.sto



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