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Coppenbrügger Paar wartet sieben Wochen auf Zusagen zur Kostenübernahme für Autoreparatur, obwohl die Zeit drängte

Jobcenter lässt Antrag unbearbeitet liegen

Coppenbrügge. Wer auf dem Land wohnt, bezahlt in der Regel weniger Miete, ist für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen in der Regel aber auf ein Auto angewiesen. So auch Barbara S. aus Coppenbrügge, die einen sozialversicherungspflichtigen Job in Salzhemmendorf hat. Doch jetzt muss der Wagen zum TÜV und das wird teuer. 1758 Euro kosten die Reparaturen, damit das Auto die Hauptuntersuchung besteht. Eile war geboten, doch das Geld hat die Coppenbrüggerin nicht. Da Barbara S. mit ihrer Lebenspartnerin Jona S. in einer Bedarfsgemeinschaft lebt, die vom Jobcenter Hameln-Pyrmont Leistungen bezieht, stellte Jona S. dort einen Antrag auf Kostenübernahme. Das war am 12. Februar dieses Jahres. Doch erst einmal geschah nichts. Mal hieß es zur Erklärung, die zuständige Abteilung werde umstrukturiert, mal wurde darauf hingewiesen, dass es keinen festen Sachbearbeiter gebe und der frühere Sachbearbeiter krank sei. „Am 14. März sagte mir eine Mitarbeiterin, dass sie nichts für mich tun könne, da das gesamte Computersystem abgestürzt sei“, berichtet Jona S. Doch damit noch nicht genug. Am 17. März hieß es, dass nicht sie den Antrag auf Kostenübernahme stellen könne, sondern nur ihre Lebenspartnerin. „Davon war bei unserer ersten Anfrage im Januar keine Rede.“ Da die Zeit drängte, gab das Paar nach eigener Darstellung den neuen Antrag noch am selben Tag beim Job-Center ab. Doch im Haus sei das Schriftstück erst eine Woche später weitergeleitet worden und es sei die Rede von einer 15-tägigen Bearbeitungszeit. „Unsere mehrfachen Hinweise, dass Arbeitslosigkeit drohe, halfen auch nicht weiter“, so Barbara S. „Da könne sie auch nichts machen, sagte eine Mitarbeiterin.“

veröffentlicht am 11.04.2016 um 14:16 Uhr
aktualisiert am 24.01.2019 um 16:00 Uhr

Hans-Ulrich Kilian

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Hans-Ulrich Kilian Redaktionsleiter Bad Pyrmont zur Autorenseite
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Erst als sich die Dewezet einschaltete, kam Bewegung in die Angelegenheit. Bereits einen Tag später wurden die Reparaturkosten in Höhe von 1758,45 Euro als Leistungen zur beruflichen Eingliederung bewilligt – 1172,30 Euro als Zuschuss und 586,15 Euro als Darlehen. Offenbar hat ein Mitarbeiter des Jobcenters den ersten Antrag zunächst unbearbeitet liegengelassen. „Leider erfolgte nicht umgehend eine Überprüfung durch den zuständigen Ansprechpartner“, bestätigt die Sprecherin des Jobcenters, Gabriele Glüsen. „Wir bedauern die Verzögerungen bei der Bearbeitung; die Verärgerung der beiden Kundinnen ist verständlich. So soll es tatsächlich nicht sein“, betonte sie.

„Grundsätzlich bin ich mit dem Ergebnis zufrieden. Die Art und Weise, wie es schlussendlich lief, hätte allerdings keine sieben Wochen Bearbeitungszeit gebraucht“, reagierte Jona S.



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