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Ehrenamtliche führen im Hüttenstollen Sicherungsarbeiten durch / Führungen sind nicht beeinträchtigt

Jetzt wird saniert

OSTERWALD. Kürzlich wurde im Besucherbergwerk Osterwald die Saison eröffnet. Aber auch hinter den Kulissen des Besucherbergwerks ist immer etwas los: Eine Grundsanierung des Hüttenstollens sowie der Neubau einer Werkstatt und eines Magazins stehen an. Mit der Sanierung haben Ehrenamtliche nun begonnen.

veröffentlicht am 02.04.2017 um 18:14 Uhr

Die Saison für das Besucherbergwerk in Osterwald hat begonnen. Foto: sto
Stolte Christiane

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Christiane Stolte Reporterin
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„Jedes Jahr aufs Neue“, betont Hans-Dieter Kreft, der Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald. 2017 sei besonders arbeitsreich, denn es müssen zwei größere Maßnahmen durchgeführt werden: eine Grundsanierung des Hüttenstollens sowie der Neubau einer Werkstatt und eines Magazins.

Mit der Grundsanierung wurde kürzlich begonnen. Ein harter Kern von fünf bis sieben Ehrenamtlichen hat es sich zur Aufgabe gemacht, im Stollen auf einer Strecke von 270 Metern den in die Jahre gekommenen hölzernen Verzug gegen stählerne Verzugsbleche auszuwechseln. „Die Konstruktion aus Stahl verspricht eine längere Haltbarkeit, sodass wir hoffentlich in den nächsten 20 Jahren Ruhe haben werden“, betont Kreft. Die hölzernen Verzugsbleche hingegen mussten alle fünf bis acht Jahre ausgewechselt werden. Mit dem Verzug werden die Zwischenräume zwischen den einzelnen Ausbauelementen ausgekleidet, um zu verhindern, dass lose Gesteinsschalen in den Streckenhohlraum hereinbrechen und es zu Auflockerungen im Gestein kommt.

Die Führungen durch den Stollen werden durch die Arbeiten aber nicht beeinträchtigt. „Für die Besucher bleibt alles beim Alten“, betont Kreft.

Anna Kreft (3. v. li.) unterstützt das Männerteam bei der schweren Arbeit. Auch „Stollen-Hund“ Fiddi posiert fürs Foto. Foto: sto
  • Anna Kreft (3. v. li.) unterstützt das Männerteam bei der schweren Arbeit. Auch „Stollen-Hund“ Fiddi posiert fürs Foto. Foto: sto
Kay Xaver Reimann (li.) und Jan Salewsky entfernen den hölzernen Verzug. Foto: sto
  • Kay Xaver Reimann (li.) und Jan Salewsky entfernen den hölzernen Verzug. Foto: sto

Die Materialkosten für die Grundsanierung liegen zwischen 8 000 und 10 000 Euro. Sie werden finanziert aus Rücklagen des Vereins. Da die Arbeiten in Eigenleistung von Vereinsmitgliedern ausgeführt werden, werden Personalkosten gespart. Anna Kreft packt als einzige Frau mit an. „Es macht mir sehr viel Spaß“, so die 27-Jährige. Seit ihrem 14. Lebensjahr bringt sie sich aktiv ein im Besucherbergwerk. Auch körperliche Arbeit scheut sie nicht. Ihr Wunsch ist, dass sich mehr junge Leute finden, die sich ehrenamtlich im Hüttenstollen engagieren möchten.

Die zweite Baumaßnahme, nämlich der Abriss zweier maroder Nebengebäude und der damit verbundene Neubau einer Werkstatt und eines Magazins, wird finanziert aus dem Leader-Programm der Europäischen Union (wir berichteten). Kosten kommen auf den Bergmannsverein aber trotzdem zu, denn: „Die eigentlichen Baumaßnahmen werden zwar durch Handwerker ausgeführt, doch die vorbereitenden Maßnahmen obliegen uns“, so Kreft. Dadurch entstehen dem Verein weitere Kosten – beispielsweise für Container-Miete. Die Baumaßnahme soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte durchgeführt werden.

Jeden Sonntag um 13.15 Uhr und 14.30 werden ab jetzt wieder Stollenführungen angeboten. Parallel geöffnet ist außerdem das Museum, das zusätzlich auch jeden Mittwoch von 15 bis 18 Uhr besichtigt werden kann. Sonderführungen durch den Stollen und durch das Museum sowie Kindergeburtstage sind darüber hinaus nach Vereinbarung nahezu jederzeit möglich. Über das Jahr verteilt finden außerdem Vorträge und Sonderausstellungen für Besucher statt. Am Ostersonntag gibt es zusätzlich zu den Führungen eine Museumsrallye für Kinder.

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