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Endspurt im Windpark Kastanien Süd

Jetzt wird kräftig am Rad gedreht

Coppenbrügge. Die Bauarbeiten im Windpark Kastanien Süd nehmen im wahrsten Wortsinn Fahrt auf. Im Wochentakt rollen jetzt Schwerlasttransporte über die Bundesstraße 1 Richtung Baustelle – allein diese Woche waren gleich zwei unterwegs: einer in der Nacht zum Dienstag, der andere in der vergangenen Nacht.

veröffentlicht am 28.10.2015 um 17:36 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:00 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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In der Nacht zum 3. November wird der nächste erwartet. Die Schwerlasttransporte bringen Rotorblätter, Triebstränge, Gondeln und Naben, zudem weitere Turmsegmente. 78,8 Meter ragen die acht Stahlbeton-Hybridtürme in die Höhe, die nun noch deutlich aufgestockt werden. Zwei Stahlsegmente mit einer Höhe von insgesamt 58 Metern werden draufgesattelt, die Gondel ebenso. Am Ende liegt die Nabe in 144 Meter Höhe, die Gesamthöhe mit Rotorblättern beträgt 199 Meter. Die erste Anlage ist bereits komplett montiert worden, wird derzeit für den Betrieb vorbereitet. Bis zum 31. Dezember sollen alle acht Anlagen in Betrieb gehen, am Netz sein.

Ursprünglich hatte die Landwind-Gruppe im Windpark Kastanien Süd zehn Windräder geplant, zwei waren allerdings nicht genehmigt worden (wir berichteten). Der Aufbau ist witterungsabhängig. Regen und Nebel seien dabei kein Problem, erklärt Stefanie Mertz, Pressesprecherin der Landwind-Gruppe, die in Gevensleben im Kreis Helmstedt ihren Sitz hat. Problematisch sei vielmehr Wind. Mehr als fünf bis sechs Meter pro Sekunde dürfe es nicht wehen, sonst werde es gefährlich. Gemessen werde die Windgeschwindigkeit an der Spitze des Schwerlastkrans.

Bis die nächste Anlage komplettiert werden kann, vergehen jedoch einige Tage. Der Kran muss erst abgebaut und am nächsten Turm wieder aufgebaut werden. Das dauert nach Angaben von Stefanie Mertz vier bis fünf Tage. Den Aufbau übernimmt komplett die Firma Nordex, deren Anlagen im Park Kastanien Süd errichtet werden. Jede einzelne Anlage hat eine Leistung von 2,4 Megawatt, wird pro Jahr rund 6,5 Millionen Kilowattstunden liefern. Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Haushalt verbraucht zwischen 1200 und 1500 Kilowattstunden im Jahr. Derzeit werden im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) je Kilowattstunde gelieferten Stroms 8,9 Cent gezahlt. Pro Windrad investiert die Landwind-Gruppe nach eigenen Angaben 5 Millionen Euro, insgesamt in Kastanien Süd also 40 Millionen Euro. Darin enthalten ist laut Stefanie Mertz das große All-inclusive-Paket mit Gutachten, Zuwegung, Planung und Aufbau. Für jede Anlage habe man inzwischen eine eigene Betreibergesellschaft gegründet – für die jetzt fertiggestellte erste Anlage beispielsweise die Coppenbrügge Landwind 01 GmbH & Co. KG. In Zusammenarbeit mit der Deutsche Kreditbank AG (DKB) bietet die Landwind-Gruppe zudem Einwohnern der an den Windpark angrenzenden Ortschaften an, sich über das sogenannte DKB-Bürgersparen am Windpark zu beteiligen.

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  • Schwer was los: Ein Turmsegment wird nachts auf der B 1 Richtung Baustelle transportiert. pr (2)


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