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In der Coppenbrügger Burg haben Bauarbeiten für Toilettenanlage und Sanierung der Fassade begonnen

Jetzt geht’s dem Fachwerk an die Balken

Coppenbrügge. Historisches für die Zukunft zu erhalten und erlebbar zu machen und gleichzeitig den veränderten Ansprüchen der Burgbesucher gerecht werden – unter dieser Zielsetzung ist in der Coppenbrügger Burg in diesen Tagen nicht historisches Kunsthandwerk, sondern modernes Fachhandwerk bei der Arbeit zu beobachten.

veröffentlicht am 14.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Ingrid Stenzel
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Im Burginnenhof nämlich soll die „Toilette übern Hof“, die im 21. Jahrhundert eigentlich längst überholter Sanitärstandard ist, auf Bürgerwunsch und Ratsbeschluss hin reaktiviert werden (wir berichteten) – allerdings nicht als Bretterverschlag mit Herz in der Klotür, sondern in Gestalt einer modernen und komfortablen Toilettenanlage.

Mitarbeiter des kommunalen Bauamtes haben nun mit den Arbeiten an der barrierefreien, behindertengerechten WC-Anlage mit ebenerdigem Zugang in der historischen Töpferwerkstatt begonnen. Diese wird nach Auskunft von Bauamtsleiter Jürgen Krückeberg künftig in die Museumsräume umziehen. „Damit setzen wir eine dringend notwendige Maßnahme insbesondere für unsere älteren und gehbeeinträchtigten Gäste um, die unsere zahlreichen Veranstaltungen im Museumsbereich und der gesamten Burganlage besuchen.“ Denn bislang sind die Toilettenanlagen auf dem Burggelände nur über eine äußerst steile und gefahrenträchtige Außentreppe zu erreichen.

Zeitgleich ist mit fach- und denkmalschutzgerechten Sanierungsmaßnahmen an der Außenfassade des Museumstraktes begonnen worden. Dort ist aufgrund von ungeeigneten, atmungshemmenden Farbaufträgen vor Jahren nicht nur an etlichen Stellen das Fachwerkholz aufgeplatzt. Als diese Farbschichten abgetragen wurden, entdeckten Arbeiter an der Nordseite zudem zwei komplett durchgefaulte Balken, die nun ersetzt werden.

„Insgesamt haben wir in der vergangenen Woche grob geschätzt 200 Meter Balken abgeschliffen“, berichten Iwan Karch, Fabian Handelsmann und Michael Giesa vom Malerbetrieb Freimann aus Osterwald. „Jetzt kommen drei Schichten offenporige Glasur drauf – Ende der Woche sind wir spätestens fertig“, dann werden Gerüst und Schutzplane wieder entfernt. Fertiggestellt werden die Arbeiten an der Toilettenanlage voraussichtlich im Oktober. Derzeitiger Stand: „Der Fußboden ist raus, jetzt sind die Rohre dran, dann Pflasterarbeiten und schließlich der Einbau der Sanitäranlagen“, sagt Dirk Fengler vom Bauamt.

Die Gesamtkosten für die behindertengerechte Toilettenanlage und die Sanierung der Außenfassade belaufen sich nach Auskunft von Bauamtsleiter Krückeberg auf rund 55 000 Euro. Sie werden zu jeweils 50 Prozent aus Leadermitteln der EU und aus kommunalen Haushaltsmitteln mit Zuschüssen des Heimatvereins „Wir Coppenbrügger“ finanziert.



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