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Weg zum Museum für Behinderte geebnet

Jetzt auch auf glatter Spur in die Burg

Coppenbrügge. „Wer Glas, Papier und alte Tuten (...), wird fünf Minuten in kaltes Wasser eingetaucht“ – diese auf einer Tafel im Burgpark nachzulesende Warnung war gestern, ebenso wie Hufgeklapper vor dem Burgtor. Heute ist butterweiches Rollen und Gleiten auf planer Rollipiste in die Burg der Grafen von Spiegelberg angesagt. Dort, wo bislang auf historischem und einstmals durchaus gesellschafts- und pferdehufkompatiblem Holpersteinpflaster der Weg durch die mächtigen Mauern und über den Burggraben führte. Der Plan, eine rollstuhl- und rollatorgerechte Zuwegung zur Burg zu schaffen, ist umgesetzt. Was im Nachgang von Pferdehufen für gesunde Füße und Beine im Laufe von Jahrhunderten nicht wirklich zum Problem wurde, ist gleichwohl im 21. Jahrhundert des demografischen Wandels und zunehmendem Seniorenanteils mit rollender Gehhilfebegleitung ein solches geworden.

veröffentlicht am 18.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 22:41 Uhr

Autor:

Ingrid Stenzel
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Nicht nur vereinzelten Gästen aus dem Ort, den lokalen Seniorenresidenzen und Ausflugsgesellschaften waren deshalb Besuch und Erlebnis von Burginnenhof, Museum und dem vielfältigen Veranstaltungsangebot bislang nicht möglich – bis jetzt. Pünktlich zum „Weihnachtszauber“ vor dem ersten Advent war und ist nicht nur der Zugangsweg bis in den Burginnenhof mittig in Spurbreite von Rollatoren und Rollstühlen mit ebenen Obernkirchener Sandsteinplatten barrierefrei, sondern auch die ebenerdige behindertengerechte Toilettenanlage im Innenhof fertig. Renovierung und Sanierung der Museumsfassade, barrierefreie Zuwegung und behindertengerechte Toilettenanlage zählen zum Maßnahmen-Dreierpack in der Burg, das mit Leader-Mitteln gefördert wird und pünktlich zum Ablauf der Förderperiode zum Jahresende abgeschlossen ist. Die Gesamtkosten von 40 800 Euro werden mit 17 000 Euro aus Landesförderung und 23 800 Euro aus der kommunalen Haushaltskasse finanziert. Im Einzelnen verteilen sie sich auf 10 800 Euro für die Museumsfassade, 10 000 Euro für die Behindertentoilettenanlage und 20 000 Euro für die barrierefreie Zuwegung, teilt Rainer Greve, Mitarbeiter im Bauamt, mit.

Darüberhinaus hat der Heimatverein „Wir Coppenbrügger“ mit ehrenamtlichen Eigenleistungen und Ideen für „sein Wohnzimmer“ Unterstützung geleistet. Besonderes Highlight beim „Weihnachtszauber“: die Premiere der variablen Illumination des Burghofes vom lokalen Elektrobetrieb Zippel.



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