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Heiraten in der Burg immer beliebter / Brautpaare kommen auch aus der Region Hannover

Ja-Wort vor historischer Kulisse auch open air

Coppenbrügge (hen). Für Jennifer Wagener (24) war es ein Herzenswunsch, der vor zwei Wochen in Erfüllung gegangen ist: Am 29. Juli heiratete sie Andreas Grupe, der ihren Namen angenommen hat und seither Andreas Wagener (26) heißt. Die beiden Bisperoder heirateten nicht irgendwo, sondern in der Coppenbrügger Burg, genauer im Burginnenhof. Die Möglichkeit, sich vor historischer Kulisse das Ja-Wort zu geben, nutzen jährlich rund 40 Heiratswillige – von Jahr zu Jahr sind es mehr geworden. Damit wählen inzwischen die meisten der Heiratswilligen nicht das Standesamt, sondern die Burg als Ort für die Trauung; insgesamt sind es 2012 bislang 52 Eheschließungen durch des Coppenbrügger Standesamt.

veröffentlicht am 11.08.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 04:41 Uhr

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Möglich ist das Heiraten in der Burg seit dem Jahr 2005 – da gab es dort auf Anhieb gleich zehn Eheschließungen. Es war eine der ersten Ideen von Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka, als er im Jahr 2004 angetreten war. Und seit 2007 stellt auch er – neben der Standesbeamtin Maren Leweke – die berühmte Frage „Sind Sie gewillt, mit ... die Ehe zu schließen, so antworten Sie mit Ja“, denn Peschka hat sich eigens zum Standesbeamten ausbilden lassen.

Noch recht neu ist die Möglichkeit, den Bund der Ehe auch im Burginnenhof einzugehen. Das Gesetz sieht erst seit vergangenem Jahr die Möglichkeit der Eheschließung unter freiem Himmel vor – „das Trauzimmer muss allerdings in unmittelbarer Nähe sein“, weiß Peschka. Diese Voraussetzung ist im Burghof erfüllt. Und so konnte sich auch Jennifer Wagener ihren Wunsch erfüllen – ausnahmsweise an einem Sonntag, weil die Braut an diesem Tag Geburtstag hat und ihre Eltern Silberhochzeit.

„In der Burg heiraten – das wollte ich schon immer“, für Jennifer Wagener war der „schönste Tag im Leben“ genau so, wie sie ihn sich vorgestellt hat. Die Steuerfachangestellte hatte mit ihrem Zukünftigen vorher als Gast bei diversen Hochzeiten im Bekanntenkreis das Gelände schon mal in Augenschein genommen – und sich von dem romantischen Ambiente überzeugen lassen. 50 bis 60 Gäste waren draußen dabei.

Im alten Gerichtssaal im oberen Stockwerk, in dem die Trauungen sonst vorgenommen werden, können bis zu 40 Personen Platz nehmen. „Nach der Trauzeremonie können sich die Hochzeitsgäste im ausliegenden Gästebuch eintragen. Die anschließende Gratulation mit einem Glas Sekt rundet die Feierlichkeit gebührend ab. Bei guter Wetterlage können Sie den Umtrunk mit Ihren Gästen auch im Burginnenhof vornehmen. Dieser beschauliche Ort mit der gewissen Romantik wirkt einladend. Mit großer Begeisterung werden hier die Fotografen tätig und versuchen die besondere Stimmung festzuhalten“, wirbt die Gemeinde im Internet – übrigens mit Erfolg, denn unter den Brautpaaren in der Burg sind auch viele Nicht-Coppenbrügger aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont, aber auch aus der Region Hannover, Springe und Hildesheim. Darunter auch viele gleichgeschlechtliche Paare, seit es gesetzlich möglich ist; laut Bürgermeister zwischen acht und zehn Paare im Jahr.

Jennifer und Andreas Wagener nach der Trauung im Burginnenhof. Foto: pr

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