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In der Burg wird’s eng: Ausschuss spricht sich für Zusatzangebote aus / Im Visier: das Rittergut Voldagsen

Ja-Sagen in historischer Kulisse

Coppenbrügge/Voldagsen. Weniger Paare geben sich ihr Ja-Wort im Trauzimmer des Coppenbrügger Standesamtes. Stattdessen ziehen sie die historische Kulisse der Burganlage vor, denn dort sind Eheschließungen seit 2006 im alten Gerichtssaal in der oberen Etage des heutigen Museums möglich. Und seit zwei Jahren finden auch Trauungen draußen im Burginnenhof statt.

veröffentlicht am 09.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 01:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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Das Ja-Wort unter freiem Himmel wird beliebter. „Von Mai bis September 2013 waren es 35 Eheschließungen“, bilanziert Standesbeamtin Maren Leweke. Einschließlich der Trauungen im alten Gerichtssaal sind 50 Paare in der Burganlage den „Bund fürs Leben“ eingegangen. Viele von ihnen kamen aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont und aus den angrenzenden Landkreisen. Aber auch Paare aus den Niederlanden ließen sich in der Burg trauen. Nur wenige kamen aus Coppenbrügge.

Bedingt durch verschiedene Bauarbeiten im Burginnenhof konnten zehn Terminwünsche für eine Eheschließung jedoch nicht erfüllt werden. Im kommenden Jahr steht eine weitere größere Baumaßnahme an der Wallanlage in Höhe der Bühne an. Trauungen könnten während dieser Zeit im Burginnenhof nicht angeboten werden. Der Gerichtssaal stünde dann zwar weiterhin zur Verfügung, ist aus Platzgründen aber nicht für eine größere Gesellschaft geeignet. „Bei mehr als 40 Leuten wird es zu eng“, erläuterte Gemeindebürgermeister Hans-Ulrich Peschka in der Sitzung des Ausschusses für Kultur, Soziales und Tourismus.

Eine Alternative zur Burg sei deshalb wünschenswert. Auch im Hinblick darauf, dass der Gerichtssaal mehrmals im Jahr für einen längeren Zeitraum vom Museumsverein für Ausstellungen genutzt werde. Vor jeder Trauung müssen die Exponate von Mitgliedern des Museumsvereins entfernt und der Saal feierlich hergerichtet und geschmückt werden. Letzteres sei auch für die Standesbeamtin zeit- und arbeitsaufwendig. Bei 50 Eheschließungen im Jahr wäre das ein kaum zu leistender Arbeitsaufwand. In der Burg sollen aber weiterhin unbedingt Trauungen stattfinden: „Die Burg ist Coppenbrügges Aushängeschild und bietet eine ideale Kulisse für Eheschließungen“, betonte der Gemeindebürgermeister.

Auf der Suche nach einer Alternative für größere Hochzeiten fiel die Wahl auf das Rittergut Voldagsen. 2012 war das viele Jahre lang leerstehende Anwesen durch die Familie Schäffer wiederbelebt worden. Auch ein Café, das sich für größere Feiern eignet, ist dort eingerichtet. Um aber überhaupt Eheschließungen auf dem Gut durchführen zu können, muss der Flecken Coppenbrügge bei der Standesamtsaufsicht des Landkreises Hameln-Pyrmont eine Widmung des vorgesehenen Privatraums als Standesamtsraum beantragen.

Einstimmig sprach sich der Ausschuss für dieses Vorhaben aus. Von allen Seiten wurde jedoch betont, dass Trauungen in der Burg weiterhin möglich sein sollen. Das Rittergut sei als Zusatzangebot zu verstehen, um die Räume in der Burg zu entlasten und den mit der Trauungszeremonie verbundenen Arbeitsaufwand gering zu halten.

Eine endgültige Entscheidung über das Vorhaben „Trauungen auf dem Gut Voldagsen“ wird demnächst vom Verwaltungsausschuss des Fleckens Coppenbrügge getroffen.

Der Weg ins Hochzeitszimmer führt über die Treppe des Gutsgebäudes Volsagsen.sto

Maren Leweke, Ursel Schäffer und Hans-Ulrich Peschka (von links) im Hochzeitszimmer des Ritterguts.



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