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Bädersanierung spart Energiekosten und senkt Ausgaben im Haushalt

Investitionen zahlen sich aus

Coppenbrügge. Sparen, sparen, sparen: Das ist oberstes Gebot beim Aufstellen der kommunalen Haushalte. So auch in Coppenbrügge – denn obwohl die Wirtschaftslage sich verbessert hat, die Einnahmen teilweise sogar steigen, herrscht Ebbe in den Kassen.

veröffentlicht am 05.03.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 14:27 Uhr

Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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Bei der Einbringung des Etatentwurfs im Finanzausschuss im Februar hatte Bürgermeister Hans-Ulrich Peschka betont, dass die Gemeinde trotz der angespannten Haushaltslage in den letzten Jahren wichtige Investitionen auf den Weg gebracht habe – und nannte die energetische Sanierung von Schulen, Kindergärten und Turnhallen sowie der Bäder. Und die haben sich offensichtlich ausgezahlt, wie ein Blick auf die Entwicklung der Energiekosten deutlich macht: Ohne die Sanierung des Hallenbades hätten die Kosten bei 55 200 Euro gelegen, hat die Verwaltung errechnet. Tatsächlich waren es 37 222 Euro statt 45 931 Euro im Jahr 2010 für beide Bäder (im Jahr 2011 wurden die Bäder saniert). Eine deutliche Reduzierung der Kosten – und das, obwohl der Verbrauch deutlich gestiegen ist. Auch ansonsten hat sich die Modernisierung der Bäder bezahlt gemacht: Wurden im Jahr 2010 6403 Gäste im Freibad gezählt, ist die Zahl der Schwimmer in 2012 auf das Doppelte gestiegen: 12 906 Besucher gab es im vergangenen Jahr, obwohl das Wetter eher nicht zum Freibadbesuch einlud. So konnte bei den Einnahmen ein Anstieg von 10 000 auf 25 000 Euro erzielt werden. Im Hallenbad seien 2010 lediglich 3138 Besucher in der Zeit von Oktober 2010 bis Januar 2011 gewesen. In der Saison 2012 (die noch nicht zu Ende ist) wurden bereits 4954 zahlende Besucher für den Zeitraum 9. Oktober 2012 bis 31. Januar 2013 notiert. Gerechnet werde mit rund 6500 Besuchern, hieß es in der Vorstellung des Haushaltsentwurfs. Die Sanierung der Bäder „ist der richtige Weg gewesen“, konstatierte Peschka: „Man sieht, es hat sich gelohnt.“ In der Gemeinde Coppenbrügge gebe es nur ein Hallen- und ein Freibad – während andere Gemeinden jetzt Investitionsprobleme mit ihren Freibädern bekommen würden.

Neben dem Hallenbad wurde auch die Grundschule Bisperode saniert und um die Krippeneinrichtung und die Ganztagsschule erweitert. Trotz dieser Erweiterung konnten im Jahr 2011 und 2012 insgesamt 140 000 kW Strom eingespart werden. „Alles in allem kann man den energetischen Sanierungsaufwand als vollen Erfolg bezeichnen“, so Peschka. Auch weiterhin werden die energetischen Sanierungen im Fokus stehen, darunter das Dorfgemeinschaftshaus Bäntorf.

Um nicht nur bei den Ausgaben zu sparen, sondern auch die Einnahmeseite zu erhöhen, hatte die Verwaltung wie berichtet zum neuen Haushalt eine Steuererhöhung vorgeschlagen. Im jüngsten Finanzausschuss am Montagabend signalisierte die Politik, diesem Vorschlag in der Ratssitzung heute Abend folgen zu wollen – allerdings nicht in voller Höhe, sondern statt der geforderten 350 Punkte sollen die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer auf 330 von Hundert festgesetzt werden. In der SPD werde dies zwar erst nach der Finanzausschusssitzung in den Haushaltsberatungen diskutiert werden, er persönlich halte die Anhebung – auch mit Blick auf die Nachbarkommunen – jedoch für richtig, erklärte Helmut Kuppig. Der CDU-Fraktionschef im Gemeinderat Thorsten Kellner kündigte im Finanzausschuss am Montag an, seine Fraktion werde für die Erhöhung stimmen. Mit der Anhebung bei den Steuern kommt die Gemeinde nicht zuletzt einer Forderung der Kommunalaufsicht nach. Bei den freiwilligen Leistungen, die ebenfalls im Fokus des Landkreises stehen, liege Coppenbrügge knapp über den von der Aufsichtsbehörde geforderten drei Prozent (mit Eigenbetrieb, zu dem die Bäder gehören; ohne Bäder machen die freiwilligen Leistungen bei Ausgaben in Höhe von 214 000 Euro nur 2,41 Prozent des Gesamtetats aus).

„Gebetsmühlenartig“ wiederholte Peschka bei der Vorstellung des Haushaltes – und auch für die Ratssitzung heute ist ein entsprechender Appell zu erwarten: „Ohne verstärkte finanzielle Hilfe von Bund und Land stehen die kommunalen Selbstverwaltungen über kurz oder lang auf wackligen Beinen. Der immer wieder vielzitierte Spruch ,es ist kurz vor zwölf’ ist längst überschritten. Es ist bereits fünf nach zwölf.“

Nach der Sanierung 2011 ist eine deutliche Senkung der Energiekosten erkennbar.Grafik: cn/Quelle: Gemeinde



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