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Verdi sucht Gespräch mit Mitarbeitern

Insolvenzfall Ith-Sole-Therme: Gemeinde kann nicht finanziell helfen

SALZHEMMENDORF. Die Nachricht von dem Insolvenzantrag der Ith-Sole-Therme hat das Rathaus und die Gewerkschaften auf den Plan gerufen. Verdi wolle nun das Gespräch mit den Mitarbeitern suchen. Die Gemeinde Salzhemmendorf selber bedauert den Insolvenzfall, kann aber keine finanzielle Unterstützung anbieten.

veröffentlicht am 06.04.2017 um 17:49 Uhr

Die Ith-Sole-Therme in Salzhemmendorf ist laut Geschäftsführer Hartmut Lielje gut ausgelastet. Foto: Archiv/Dana
Maike Lina Schaper

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Maike Lina Schaper Reporterin zur Autorenseite
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Für Verdi-Gewerkschaftssekretärin Christine Meier, die für den Bereich Gesundheitswesen mit regionalem Schwerpunkt Hameln und Hildesheim zuständig ist, kam die Insolvenz-Nachricht offenbar überraschend, denn sie sagt selbst, sie müsse sich beim Thema Thermen-Insolvenz „selbst erst orientieren“. Sie will zunächst das Gespräch mit den Verdi-Mitgliedern unter den 57 Mitarbeitern der Therme suchen. Meier: „Ich muss gucken, welchen Auftrag ich dann bekomme.“ Einen Betriebsrat gibt es nach Wissen von Verdi in der Ith-Sole-Therme nicht. „Eventuell wäre eine Möglichkeit, einen Betriebsrat zu gründen“, sagt Meier auf Anfrage.

Das Gehalt der Mitarbeiter soll für drei Monate durch Insolvenzgeld gesichert sein. Der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Stefan Meyer, hat angekündigt, dass schnellstmöglich eine Insolvenzgeldvorfinanzierung in die Wege geleitet werden soll.

Im Rathaus wird die beantragte Insolvenz der Ith-Sole-Therme bedauert. „Das ist schade, aber wir gehen davon aus, dass der Betrieb weiterläuft“, sagt Gemeindebürgermeister Clemens Pommerening. „Ein Insolvenzverfahren ist ja auch eine Chance, etwas auf neue Beine zu stellen“, gibt sich der Bürgermeister optimistisch. „Dass das Betriebsergebnis des vergangenen Jahres positiv war, zeigt ja auch, dass es hoffentlich andere Gründe hat, die über das Insolvenzverfahren bereinigt werden können.“ Finanziell dürfe und könne die Gemeinde Salzhemmendorf der Ith-Sole-Therme zwar nicht unter die Arme greifen, aber die Therme werde wie auch schon in den Jahren zuvor ideell unterstützt, heißt es vom Bürgermeister. „Die Therme ist ein großer touristischer Magnet“, sagt Pommerening.

In einer Presseerklärung hatte der Geschäftsführer der Lielje Immobilien GmbH & Co. KG Ith-Sole Therme, Hartmut Lielje, erklärt, dass das betriebswirtschaftliche Ergebnis 2016 „positiv“ gewesen sei. Und auch die aktuelle Auslastung der Therme bezeichnete Lielje als „gut“. Als Ursache für die finanzielle Schieflage werden „Liquiditätsschwierigkeiten aufgrund auslaufender Finanzierungen“ angeführt. Lielje zeigt sich aber ebenfalls „zuversichtlich, dass es gelingt, eine Sanierungslösung umzusetzen“.

Für Touristen und Badegäste soll sich beim Thermenbesuch auch erst mal nichts ändern. Den Gästen „stehen weiterhin alle Angebote der Therme zur Verfügung“, heißt es von Insolvenzverwalter Stefan Meyer.

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