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Neu gegründetes Netzwerk will Erinnerung an Unternehmen der Region wachhalten

Industrielle Geschichte im Blick

Osterwald. Seit einiger Zeit ist der Begriff „Netzwerk Industriekultur“ immer häufiger in den Medien präsent. Was verbirgt sich dahinter? Inwieweit sind regionale Institutionen involviert? „Dieses Netzwerk hat sich mehrere Aufgaben zum Schwerpunkt gesetzt“, betont Dr. Olaf Grohmann. Der Historiker des Besucherbergwerks Osterwald ist der Vorsitzende des im Juli gegründeten gemeinnützigen Vereins „Netzwerk Industriekultur im mittleren Niedersachsen“. Die Region sei reich an industrieller und vorindustrieller Geschichte, was leider jedoch nicht in ausreichendem Maß erkannt werde und vielerorts immer mehr in Vergessenheit gerate. Um das zu verhindern, sei eine Vernetzung aller Beteiligten wichtig. Das können unter anderem Historiker, Heimatstuben und Museen sein. Beispielsweise das Besucherbergwerk Osterwald, das die industrielle Vergangenheit des Bergbaus sowie der Glasproduktion bewahrt. Es ist derzeit als einziges Museum Mitglied in dem Netzwerk.

veröffentlicht am 21.10.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

Christiane Stolte
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„Das Netzwerk berät, unterstützt und leistet Lobbyarbeit; auch im Hinblick auf Fördergelder“, erläutert Hans-Dieter Kreft. Der Vorsitzende des Besucherbergwerks Osterwald fungiert im Netzwerkverein als stellvertretender Vorsitzender. Weitere Mitglieder sind bislang Historiker, deren Anliegen es ist, die industrielle Vergangenheit aufzuarbeiten und zu bewahren, sie weiterhin zu erforschen, sie durch gemeinsame Projekte zu präsentieren und zu publizieren.

„Wir streben die Förderung und Intensivierung der Zusammenarbeit von Einrichtungen unterschiedlicher Art an, um so insbesondere industriegeschichtlichen Themenstellungen eine höhere Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und bei Behörden zu verschaffen“, betont Dr. Grohmann. Geplant sei darüber hinaus, das Netzwerk zu einem Dachverband für Museen und ähnliche Einrichtungen werden zu lassen.

Als erstes Projekt plant der Verein eine Verbundausstellung zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges vor fast 100 Jahren. Unter der Überschrift „Industrie im 1. Weltkrieg – wirt-schaftliche, soziale und regionale Aspekte“ soll sie im Herbst 2014 in Museen der Regionen Hannover, Hildesheim, Ha-meln-Pyrmont und Schaumburg stattfinden. „Wir hoffen, dass die Ausstellung weite Kreise zieht, so dass wir einzelne Segmente auch in größeren Städten präsentieren können“, erläutert Dr. Grohmann.

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Inhalte der Ausstellung müssen noch erarbeitet werden. Im Verbund soll ein Gesamtkonzept erstellt werden, das jedoch jedem teilnehmenden Museum Handlungsfreiheit zum Selbstgestalten lasse. „Wir machen auf jeden Fall mit“, betont Kreft. Schon jetzt appelliert er an die Bürger, dem Besucherbergwerk für die Ausstellung historische Fotos, Aufzeichnungen, Postkarten und mehr als Leihgabe zur Verfügung zu stellen.

Am Samstag, 9. November, veranstaltet das Netzwerk Industriekultur im Museum auf dem Burghof Springe von 10 bis etwa 15.30 Uhr ein Kolloquium zum Thema „Industriegeschichte im mittleren Niedersachsen“.

Die Glashütte Sümpelbreite nach der Stilllegung um 1930 (li.) und beim Abbruch im Jahr 1932.



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