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Vor 20 Jahren hat Maria Kaluza ihre Galerie Maka in Osterwald eröffnet

In jedem Unikat steckt eine Botschaft

Osterwald (sto). Mondsteine, Bergkristalle, Korallen, Labradorite, Boulderopale und Aquamarine sind seit zwei Jahrzehnten ihre treuen Wegbegleiter. Aus ihnen schöpft sie Energie und Lebensfreude – nicht nur beim Tragen der edlen Steine. Auch beim Arbeiten mit den Schmucksteinen spürt Maria Kaluza die Kraft, die von ihnen ausgeht. „Schmucksteine sind für mich mehr als nur Dekoration. Sie stärken die Persönlichkeit und tun einfach gut“, weiß die Schmuckdesignerin aus Osterwald. Vor 20 Jahren hat sie in der Lilienstraße 14 die Galerie „Maka Unikat“ eröffnet. Der Geburtstag wird am morgigen Sonntag, 8. November, mit einer Ausstellungseröffnung gefeiert.

veröffentlicht am 06.11.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:21 Uhr

Maria Kaluza an ihrer Werkbank. Foto: sto
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Das Besondere an ihren Schmuckkreationen: Handwerkliches Geschick und Poesie sind vereint zu einer Symbiose, denn in jedem Unikat ist eine Botschaft verborgen, die Maka aus einem Gedicht, einer Geschichte oder persönlichen Erinnerungen und Erlebnissen entnommen hat. So sind viele ihrer Arbeiten nach Gedichten von Rainer Maria Rilke, Marie Luise Kaschnitz, Mascha Kaléko und des mongolischen Schriftstellers Galsan Tschinag entstanden. Beispielsweise eine Kette aus Mondstein, Gold und Silber, die den Namen „Über Fernen hin“ trägt wie ein Gedicht von Tschinag.

„Schmuck und Literatur begleiten mich seit meiner Kindheit“, erzählt die Mutter von fünf Kindern. Das Lesen guter Bücher und die Freude am kreativen Gestalten hatten die 1954 im Allgäu geborene Künstlerin schon als Abiturientin vor die Frage gestellt, für welche Richtung sie sich entscheiden solle. Literatur oder Kunst? Zunächst absolvierte sie eine Buchhändlerausbildung in Berlin. Anschließend arbeitete sie in Coburg als Buchhändlerin und Werbegestalterin. Der Kunst blieb Maria Kaluza dennoch treu. Ihre in ihrer Freizeit gemalten Bilder und Collagen präsentierte sie in einer eigenen Galerie in Coburg.

„Auf die Arbeit mit Schmuck bin ich erst in Hameln durch einen Kurs bei Ilse Ebert gekommen“, erinnert sich Maria Kaluza. Die Goldschmiedemeisterin habe sie dann schließlich ermutigt, Schmuckdesignerin zu werden und sie in die Selbstständigkeit „gedrängt“.

1989 hat „Maka“ dann eine eigene Werkstatt eingerichtet. Ihre poetischen Kreationen haben im Laufe der Jahre einen großen Anhängerkreis gefunden. „Mittlerweile habe ich Kundinnen und Kunden aus ganz Deutschland“, freut sich die Künstlerin.

Niemals habe sie bereut, sich für ihren jetzigen Beruf entschieden zu haben. Die Freude an der gestaltenden Arbeit hat ihr Lebensmotto geprägt: „Ich lebe meine Träume und träume mein Leben, gemittelt zwischen Himmel und Erde.“

Nicht nur als Schmuckdesignerin hat sich Maria Kaluza einen Namen gemacht. Seit Jahren bemüht sie sich um den Dialog der Kulturen. Viele Künstler aus aller Welt waren in ihrer Werkstattgalerie zu Gast.

Gemeinsam mit Galsan Tschinag und anderen hat sie die Bücher „Der singende Fels“ und „Energien der Erde“ herausgebracht. „Ich bin die Brücke zwischen den Welten“, sagt die Künstlerin mit einem Schmunzeln.

Die Ausstellung „20 Jahre Maka“ wird um 11 Uhr eröffnet. Zu sehen sind Schmuckstücke der Gastgeberin, Glasunikate von Heike Polster und Bilder von Künstlern der Galerie.

Waskhar Schneider und Volker Kaczinksi runden die bis 17 Uhr dauernde Veranstaltung jeweils um 11 und 14 Uhr mit Obertongesang, Didgeridoo und anderen Instrumenten außerdem musikalisch ab.

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