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Martin Kempe verabschiedet sich von den Bürgern, vom Rat und von der Verwaltung

„In großer Dankbarkeit“

Salzhemmendorf. Clemens Pommerening ist als neuer Verwaltungschef im Amt, sein Vorgänger, der vor mehr als zwei Jahren schwer erkrankte Martin Kempe, hat sich nun verabschiedet – schriftlich, weil es ihm sein Gesundheitszustand nicht erlaube, persönlich vorbeizuschauen. So sei es für alle Seiten der bessere Weg, sich so in Erinnerung zu behalten, wie es bis zu seiner Erkrankung gewesen sei, teilt der langjährige frühere hauptamtliche Bürgermeister in einem Schreiben an den Ratsvorsitzenden, die Mitglieder des Gemeinderates und die Bürger im Flecken Salzhemmendorf mit.

veröffentlicht am 07.11.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:04 Uhr

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Matthias Aschmann

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Matthias Aschmann Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Als Ratsvorsitzender Werner Habenicht während der jüngsten Gemeinderatssitzung Kempes Brief vorliest, ist es still im Saal. Man spürt, wie ergriffen alle Beteiligten sind – und auch Clemens Pommerening muss schlucken, obwohl er den Inhalt des Briefes bereits kennt. „Da kommt man schon ins Grübeln“, erklärt der neue Verwaltungschef auf Nachfrage.

„Mit dem gewählten Rahmen einer Ratssitzung für meine Abschiedsworte hoffe ich, Sie alle angemessen erreichen zu können“, heißt es in dem Schreiben. Er danke den Ratsfrauen und Ratsherren für das gute Miteinander und die respektvolle und faire Zusammenarbeit zum Wohle der Menschen in der Gemeinde in zwei abgeschlossenen und der jetzt laufenden Ratsperiode. Und weiter: „Mein besonderer Dank gilt in diesem Zusammenhang meinen Stellvertretern in Rat und Verwaltung, die bis zuletzt über einen beachtlichen Zeitraum durch ihren Einsatz meine Hoffnung auf Genesung und eine Rückkehr in das Amt des Bürgermeisters mit getragen haben.“

Die Bürger hätten ihm mit ihrer Freundlichkeit, mit ihrer Offenheit und vor allem mit ihrem Vertrauen die Gelegenheit gegeben, einen der schönsten und vielseitigsten Berufe über mehr als ein Jahrzehnt ausüben zu dürfen. „Für dieses Geschenk werde ich den Menschen in Salzhemmendorf immer verbunden sein.“

Alle gemeinsam hätten sehr bewegte Zeiten miteinander geteilt. Die eigentliche Leistung habe häufig darin bestanden, ein Ziel, und sei es anfangs auch noch so fern erschienen, am Ende dann doch bestmöglich und mit dem größtmöglichen Zusammenhalt und mit der gegenseitigen Achtung zu erreichen. Kempe erwähnt den Erhalt der Dorfgemeinschaftshäuser, die „notwendigen Strukturreformen in Schule und Feuerwehr“ sowie die Förderung der erneuerbaren Energien. Nicht selten sei man beim Beschreiten neuer Wege mutig vorangeschritten. Dafür habe man in einigen Fällen Auszeichnungen, Lob und Anerkennung innerhalb und auch außerhalb der Region erhalten.

„Die Lebensqualität in unserer ländlichen Gemeinde wird größtenteils von den Dorfgemeinschaften getragen und bestimmt, die Seele und Motor vieler Aktivitäten sind“, lobt Kempe. Durch dieses intensive Lebensgefühl schwinge immer und zu jeder Zeit ein hoher Emotionsfaktor mit. In diesem Wissen und mitunter auch mit einem gewissen zeitlichen Abstand könnten sich gefundene Kompromisse durchaus als Gewinn für die Gemeinschaft oder zumindest „für viele von uns“ erweisen.

Die gemeinsame Arbeit der letzten Jahre habe immer das Ziel gehabt, Salzhemmendorf eine nachhaltig lebenswerte und wirtschaftlich annehmbare Entwicklung zukommen zu lassen, zeitgemäß, aber auch mit der Verantwortung für die Umwelt. „Ich glaube sagen zu dürfen, dass die Menschen das anerkannt haben. Mit überwältigender Mehrheit wurde kürzlich der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters zum Nachfolger gewählt. Vielleich hat auch die gute Teamarbeit der vergangenen Jahre hier einen kleinen Anteil dazu beisteuern können. Sollte ich hier richtig liegen, würde es mich von Herzen freuen.“

Kempe wünscht Rat, Verwaltung und Bürgerschaft eine lebenswerte und erfolgreiche Zukunft – allen voran dem neuen Bürgermeister. Die vielen schönen Erinnerungen an die gemeinsame Zeit würden stets wach in ihm bleiben. So manche Veranstaltung, die zahlreichen Jubiläen und die unglaublichen Leistungen der vielen Vereine und ihrer zahlreichen ehrenamtlichen Helfer blieben unvergessen. Kempe schließt seinen Brief mit den Worten „In großer Dankbarkeit“.

SPD-Fraktionschef Walter Kramer ergreift schließlich das Wort, dankt Martin Kempe im Namen von Rat, Verwaltung und Bürgern für seine Arbeit und seine Leistungen. Kempe soll nun noch in kleinem Rahmen gebührend verabschiedet werden.



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